Fußball

"Bin immer okay mit einem Punkt" Der BVB stolpert, aber Favre ist zufrieden

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"Es hat etwas zum Sieg gefehlt, aber nicht viel."

(Foto: Pool via REUTERS)

Nach dem nächsten Rückschlag im Titelkampf hält sich die Enttäuschung bei Borussia Dortmund über das Remis bei Eintracht Frankfurt in Grenzen. Trainer Lucien Favre erklärt sogar, dass er mit dem Punkt zufrieden sei. Für das Spiel seines Teams kann das nicht uneingeschränkt gelten.

Torschütze Giovanni Reyna sank nach Schlusspfiff auf den Rasen und massierte seine Wadenkrämpfe. Der Dortmunder hatte beim 1:1 (0:1) bei Eintracht Frankfurt alles gegeben, selbst ein Tor geschossen - und musste sich dann doch wie seine Teamkollegen mit einem Punkt begnügen. Die zahlreichen Ausfälle wie Erling Haaland, Raphael Guerreiro und Manuel Akanji, dazu die große körperliche Belastung und ein vor allem in der ersten Halbzeit giftiger Gastgeber: Der BVB ist im Titelkampf erneut gestolpert.

"Wir haben viele Spiele. Deshalb hatten wir auch einige Spieler auf dem Feld, die länger verletzt waren. Der Rhythmus hat ein bisschen gefehlt", sagte Torhüter Roman Bürki bei Sky: "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht schlecht gespielt. Mit ein bisschen Glück hätten wir auch noch gewinnen können." Nach dem 1:2 gegen Köln verhinderte Reyna (56.) in der Frankfurter Arena die zweite Pleite nacheinander.

"Am Ende können wir zufrieden sein", befand Trainer Lucien Favre. "Wir wollen immer gewinnen, aber unsere erste Halbzeit war nicht gut. Die zweite Halbzeit war viel besser, da hätten wir auch gewinnen können. Da hatten wir viel mehr Intensität und Bewegung. Es hat etwas zum Sieg gefehlt, aber nicht viel. Ich bin immer okay mit einem Punkt."

Seit sieben Jahren in Frankfurt sieglos

Daichi Kamada (9.) hatte die Eintracht früh in Führung gebracht. Die Westfalen sind in Frankfurt nun seit sieben Ligaspielen und über sieben Jahren sieglos - bei keinem Bundesligisten wartet die Borussia länger auf einen Erfolg. Erstmals seit 27 Ligabegegnungen spielte der dauerbelastete BVB wieder Remis und verschenkte damit bereits zum dritten Mal Punkte gegen ein Mittelfeld- oder Kellerteam.

Die Frankfurter "Unentschiedenkönige" treten mit dem fünften Remis in Serie weiter auf der Stelle - bereits seit sieben Spielen wartet die Eintracht auf einen Dreier. Frankfurt-Coach Adi Hütter hatte vor der Partie gemutmaßt, dass der BVB Haaland "nicht ersetzen" kann und nach der Champions-League-Partie am Mittwoch gegen Lazio Rom "müde" sein könnte.

Dem versuchte Favre mit sieben Wechseln in der Startformation entgegenzutreten. Unter anderem rotierte Kapitän Marco Reus auf die Bank. Überraschend dabei war dagegen Abwehrchef Mats Hummels nach seinem Schlag aufs Sprunggelenk - und der ließ nach nicht einmal 120 Sekunden die erste gute Chance der Partie leichtfertig liegen.

Gefährlich wird's, wenn Sancho am Ball ist

D ann war er aber erstmal in seinem Kerngeschäft in der Defensive gefordert, denn die Eintracht spielte gleich zielstrebig nach vorne. Filip Kostic (3.) und Erik Durm (6.) vergaben zunächst noch, ehe Kamada nach einem langen Pass von Martin Hinteregger den Ball an Roman Bürki vorbei ins Tor schoss. Der BVB berappelte sich schnell und erarbeitete sich leichte Feldvorteile. Gefährlich wurde es vor allem durch Einzelaktionen, Jadon Sancho verpasste den Ausgleich gleich zweimal (20./26.) nur um Zentimeter.

Doch auch die Eintracht blieb mit ihrem schnellen Umschaltspiel stets gefährlich, Aymen Barkok (34.) verpasste aus sechs Metern freistehend eine höhere Pausenführung. Favre brachte zur Pause mit Youssoufa Moukoko neuen Offensivschwung, Reyna krönte mit einem Schuss in den Winkel die frühe Drangphase. Der Druck blieb auch in Folge hoch, die Hütter-Elf schaffte in Halbzeit zwei kaum Entlastung.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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