Fußball

Mazraoui weckt Erinnerungen Der FC Bayern verpflichtet seltene Fachkraft

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Das isser, der Neue beim FC Bayern: Noussair Mazraoui.

(Foto: AP)

Der FC Bayern hat nun auch offiziell auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Trainer Julian Nagelsmann bekommt trotz Konkurrenz einen Wunschspieler: Noussair Mazraoui soll künftig die rechte Seite bespielen. Der Neuzugang schwärmt vom Klub, und auch die Bosse sind begeistert.

Es geht das Gerücht um, dass sie Noussair Mazraoui beim FC Bayern erst mal gar nicht auf dem Schirm hatten. Mit dem kürzlich verstorbenen Spielerberater Mino Raiola sprachen die Münchner über Ryan Gravenberch von Ajax Amsterdam, fragten dann aber auch nach dessen Teamkollegen. Und nun: Ist der ablösefreie Mazraoui auch offiziell der erste Zugang für die neue Saison, er erhält einen Vertrag bis 2026. Mal eine positive Nachricht angesichts des Hickhacks um Robert Lewandowski.

Mazraoui ist kein Torjäger. Aber einer der seltenen und daher europaweit begehrten Rechtsverteidiger. Nicht ohne Stolz wies Sportvorstand Hasan Salihamidzic darauf hin, dass der 24 Jahre alte gebürtige Niederländer, der für die Nationalmannschaft von Marokko spielt (bislang 12 Einsätze), "Angebote aus ganz Europa" vorliegen hatte und sich dennoch "für uns entschieden" hat. Warum? "Weil wir einen klaren Plan mit ihm haben."

Fachkraft statt Fremdgänger

Rechtsverteidiger mit gleichermaßen defensiven wie offensiven Qualitäten sind eine rare Spezies. Beim FC Bayern hatten sie einst einen der besten in Philipp Lahm - und seit dessen Rücktritt 2017 auf dieser Position doch eher "Fremdgänger" wie den Sechser Joshua Kimmich und den Innenverteidiger Benjamin Pavard. Den Franzosen wird der Zugang von der rechten Seite verdrängen und Richtung Abwehrzentrum schieben.

Mazraoui gilt als Wunschspieler von Trainer Julian Nagelsmann und nicht nur sportlich als hochqualifiziert für die zugedachte Aufgabe. "Uns", sagte Salihamidzic, "gefällt auch seine Mentalität sehr: Er brennt für diese Herausforderung beim FC Bayern." Klubchef Oliver Kahn nannte den ersten Zugang für die kommende Saison "den nächsten Baustein, um unsere Mannschaft weiter gezielt zu verstärken", er erweitere "unsere Möglichkeiten".

"Gleich ein gutes Gefühl"

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Mazraoui versicherte, er habe "gleich bei den ersten Gesprächen mit dem FC Bayern ein gutes Gefühl" gehabt. Zu den Münchnern gehe er, "weil ich hier die größten Titel gewinnen kann". Zu den ärgsten Konkurrenten im Kampf um Mazraoui gehörte dem Vernehmen nach der FC Barcelona. Den Ausschlag für den FC Bayern soll schließlich vor allem auch die entschlossene persönliche Intervention Nagelsmanns gegeben haben.

In München wird Mazraoui wohl bald auf seinen bisherigen Mannschaftskollegen Gravenberch treffen. Allerdings feilschen die Bayern noch um die Ablöse. Ajax hatte ursprünglich 30 Millionen Euro für den 19 Jahre alten Mittelfeldspieler gefordert.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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