Fußball

Fürth patzt im Aufstiegsrennen Der HSV taumelt gefährlich

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Hamburgs Sonny Kittel konnte kurz vor Schluss zwar noch den Ausgleich erzielen, war aber dennoch wie alle Hamburger enttäuscht.

(Foto: imago images/Zink)

Auch beim Abstiegskandidaten aus Regensburg kann der HSV nicht gewinnen - und hat dank eines späten Treffers noch Glück, überhaupt einen Punkt zu entführen. Der Kampf um den Aufstieg spitzt sich damit arg zu, weil gleichzeitig Fürth auf St. Pauli patzt. Nutznießer könnte Holstein Kiel werden.

SSV Jahn Regensburg - Hamburger SV 1:1 (1:0)

Nächster Rückschlag, aber immerhin nicht schon wieder verloren: Der strauchelnde Hamburger SV hat sich im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga bei Jahn Regensburg noch ein 1:1 (0:1) erkämpft. Andreas Albers (45.) hatte Regensburg zunächst in Führung gebracht, Sonny Kittel (82.) verhinderte dann die dritte Hamburger Pleite in Serie. Der HSV bleibt zwar auch nach dem vierten Spiel hintereinander ohne Sieg Tabellendritter in der 2. Liga, der Vorsprung auf Verfolger Holstein Kiel schmolz allerdings auf zwei Punkte zusammen. Die Störche haben zudem coronabedingt drei Partien weniger gespielt. Der HSV droht damit zum dritten Mal in Serie noch die Rückkehr in die Bundesliga zu verspielen.

Die Verunsicherung war dem HSV drei Tage nach dem 1:2-Debakel beim Abstiegskandidaten SV Sandhausen deutlich anzumerken. Die Norddeutschen hatten sichtlich Probleme mit der aggressiven Spielweise der Regensburger, leisteten sich viele Ballverluste und setzten offensiv kaum Akzente - folgerichtig traf Albers zur verdienten Führung. Nur Sekunden zuvor war ein vermeintlicher Treffer von Hamburgs Moritz Heyer nach Videobeweis wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt worden.

Der HSV war zwar sichtlich bemüht, wirklich zwingend vor dem Tor wurden Simon Terodde und Co. aber auch mit zunehmender Spieldauer kaum einmal. Kittel stocherte den Ball dann in der Schlussphase doch irgendwie über die Linie. Danach spielten nur noch die Norddeutschen. Immerhin: Im Gegensatz zu den Kielern (3:1 in Osnabrück) patzten die anderen HSV-Jäger Düsseldorf (1:2 in Paderborn) und Heidenheim (1:3 in Nürnberg).

FC St. Pauli - SpVgg Greuther Fürth 2:1 (1:0)

Auch die SpVgg Greuther Fürth hat sich im Aufstiegskampf einen schmerzhaften Ausrutscher erlaubt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl verlor beim FC St. Pauli trotz ansprechender Leistung mit 1:2 (0:1), bleibt mit 54 Punkten jedoch hinter dem VfL Bochum (60) weiter auf Platz zwei.

Abwehrspieler Luca-Milan Zander (10.) und Torjäger Guido Burgstaller (50.) erzielten die Tore für die effektiveren Gastgeber, die die Franken mit ihrem Tempospiel immer wieder vor Probleme stellten. Bei beiden Toren leistete der umsichtige Rodrigo Zalazar mit klugen Pässen die Vorarbeit. Paul Seguin (90.+3) traf zu spät zum Anschluss. St. Pauli zeigte sich von der 0:2-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf am vergangenen Spieltag bestens erholt und setzte seine beeindruckende Aufholjagd fort. Mit nun 47 Punkten hat der Rückrunden-Erste endgültig den Anschluss zum Aufstiegskampf hergestellt und darf ein wenig von der Bundesliga träumen.

Nach einer halbwegs ausgeglichenen ersten Halbzeit konnte der FC St. Pauli im zweiten Durchgang anders als Fürth zulegen und kam durch das zehnte Saisontor des Ex-Schalkers Burgstaller zur 2:0-Vorentscheidung. Zalazar (70.) hätte nach schöner Einzelleistung seine starke Leistung mit einem Tor krönen können, doch der Südamerikaner vergab frei vor Fürths Keeper Sascha Burchert leichtfertig.

SV Sandhausen - Hannover 96 4:2 (1:1)

Der SV Sandhausen hat das nächste Zweitliga-Schwergewicht geschlagen und einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Drei Tage nach dem Sieg gegen den Hamburger SV (2:1) gewann der SVS am 31. Spieltag 4:2 (1:1) gegen Hannover 96. Für die Kurpfälzer war es der dritte Sieg in Folge.

Kevin Behrens (68., Foulelfmeter/90.+1), Julius Biada (26.) und Daniel Keita-Ruel (81.) trafen für den SVS, der die Abstiegsplätze verlassen hat. Dabei haben die Kurpfälzer aufgrund ihrer zurückliegenden Corona-Quarantäne sogar zwei Partien weniger als die Konkurrenten ausgetragen. Die Niedersachsen, die noch nie in Sandhausen gewonnen haben, bleiben im Niemandsland der Tabelle. Daran änderten auch die Tore von Florent Muslija (42.) und Valmir Sulejmani (63.) nichts.

Beim Geisterspiel in Sandhausen war Hannover zunächst die bessere Mannschaft. Die Schützlinge des früheren SVS-Trainers Kocak konnten die sich bietenden Chancen aber nicht nutzen. Besser machten es die Gastgeber, die sich beim Freistoß-Tor von Biada allerdings über die gütige Mithilfe von 96-Torwart Michael Esser freuen durften. Ähnliches spielte sich kurz darauf auf der Gegenseite ab. SVS-Torwart Stefanos Kapino sah beim Freistoß-Treffer von Muslija schlecht aus. Im zweiten Durchgang ließen die Kräfte bei den Gastgebern nach. Das bestrafte der eingewechselte Sulejmani. Dennoch sorgte Behrens vom Punkt für den Ausgleich. Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Keita-Ruel nutzte einen weiteren Esser-Patzer, erneut Behrens sorgte für den Schlusspunkt.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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