Fußball

Sieg in Dresden reicht Fortuna Düsseldorf rüstet für die Aufstiegsparty

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Nach dem furiosen Sieg gegen Ingolstadt kann Düsseldorf mit dem Aufstieg planen.

(Foto: imago/Revierfoto)

Noch ein Schritt fehlt der Fortuna zum Wunder: Mit einem Sieg in Dresden können die Düsseldorfer den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt machen. Nur ein Jahr nach dem Beinahe-Absturz erheben die Rheinländer ihren Retter Friedhelm Funkel zur Legende.

In der Düsseldorfer Altstadt wurde für das Wochenende der Biervorrat deutlich aufgestockt, Oberbürgermeister Thomas Geisel hat angeblich für den 14. Mai den Rathausbalkon für die Aufstiegsfeier reserviert. Während sich alle in der NRW-Hauptstadt auf eine riesige rot-weiße Party einrichten, präsentiert sich Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel vor dem Spiel bei Dynamo Dresden an diesem Samstag (ab 13 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) noch als Spaßbremse.

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Der rasante Aufstieg der Fortuna ist vor allem Trainer Funkel zu verdanken.

(Foto: dpa)

"Was nach dem Spiel passiert, spielt in unseren Köpfen überhaupt keine Rolle", sagte der 64-Jährige vor der Abreise in die sächsische Landeshauptstadt, wo Düsseldorf mit einem Sieg zwei Spieltage vor Saisonschluss seine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga nach fünfjähriger Abstinenz perfekt machen kann. Für die Rheinländer, aber auch für Funkel selbst, wäre es der sechste Aufstieg ins Oberhaus.

Dass der nach dem 72 Jahre alten Jupp Heynckes älteste Trainer im deutschen Profifußball seinen Rekord ausbauen kann, interessiert ihn aber angeblich nicht. "Für mich zählt nur die Mannschaft", sagte Funkel, der in der vergangenen Saison Fortuna noch vor dem Abstieg gerettet hatte. Ein knappes Jahr später kann sich der Ex-Profi mit dem zweimaligen DFB-Pokalsieger bei den abstiegsbedrohten Dynamos in Düsseldorf ein Denkmal setzen.

"Friedhelm Funkel hat Fortuna stabilisiert und weitergebracht", sagte Fortuna-Vorstandschef Robert Schäfer bereits bei der Vertragsverlängerung mit dem Trainer-Routinier bis 2019 im vergangenen Februar. Da konnte Fortuna-Boss Schäfer nur davon träumen, dass am 32. Spieltag ausgerechnet bei seinem früheren Arbeitgeber der Aufstieg winkt. Schäfer hat längst die Rahmenbedingungen für die Bundesliga abgesteckt. Fortuna kalkuliert im Oberhaus mit rund 65 Millionen Euro Gesamtetat.

3000 Düsseldorfer in Dresden

Damit würde der Vereinsrekord aus der Saison 2012/2013 von 50 Millionen Euro überboten. Für die neue Mannschaft stünden 30 statt bisher elf Millionen Euro parat. "Das klingt aus Fortuna-Sicht mächtig, ist es aber im Vergleich mit unseren Konkurrenten gar nicht", sagte Schäfer. Zum Vergleich: Der 1. FC Köln würde auch bei einem Abstieg mit 100 Millionen Euro Etat arbeiten.

Bevor Schäfer und seine Mitstreiter auch die Personalplanung vorantreiben können, gilt die volle Konzentration aber dem Gastspiel in Dresden, wo rund 3000 Fans die Fortuna unterstützen werden. "Wir haben noch drei Spiele vor der Brust, in denen wir genauso performen wollen, wie gegen Ingolstadt", sagte Torjäger Rouwen Hennings nach dem 3:0 gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Sonntag.

Zwei Zitterpartien gegen die Mitkonkurrenten Holstein Kiel und 1. FC Nürnberg wollen sich die Düsseldorfer aber ersparen. Sollte der Tabellendritte Kiel am Sonntag in Ingolstadt patzen, könnte auch der Club zum Abschluss des Spieltages am Montag gegen Eintracht Braunschweig seine Bundesliga-Rückkehr klar machen. Dann würde das Saisonfinale am Valznerweiher zwischen Nürnberg und Düsseldorf am 13. Mai für beide Seiten zu einem rauschenden Fest.

Quelle: n-tv.de, Jürgen Zelustek, sid

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