Fußball

Tor-Spektakel in Köln Duisburg und Magdeburg steigen ab

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Der Anfang vom Ende für den 1.FC Magdeburg: Union Berlins Grischa Pröml trifft zum 1:0 für die Hauptstädter.

(Foto: imago images / Matthias Koch)

Die Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg und 1. FC Magdeburg stehen als direkte Absteiger in die 3. Liga fest. Duisburg unterlag am 33. Spieltag im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim 3:4 (1:2), Magdeburg unterliegt Union Berlin 0:3. Zweitliga-Meister Köln liefert ein Tor-Spektakel - und verliert.

FC Ingolstadt - SV Darmstadt 98

Der FC Ingolstadt hat sich mit dem nächsten Sieg unter Trainer Tomas Oral im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga zumindest die Relegationsspiele gesichert. Die Schanzer besiegten am Sonntag den SV Darmstadt 98 mit 3:0 (2:0) und behaupteten damit den 16. Platz. Gegner in der Relegation wäre am 24. und 28. Mai der Drittliga-Dritte SV Wehen Wiesbanden. Am 34. Spieltag ist für den verwandelten FCI aber sogar noch die direkte Rettung möglich.

Kunstschütze Sonny Kittel mit einem traumhaften Freistoß (11. Minute), Dario Lezcano per Kopf (45.) und Stefan Kutschke nach einem Konter (55.) erzielten vor 10 190 Zuschauern im Ingolstädter Sportpark die Tore. Der FCI holte damit in den sechs Spielen unter dem als Retter verpflichteten Oral 16 von 18 möglichen Punkten.

Union Berlin - 1.FC Magdeburg 3:0 (1:0)

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Union Berlin hat dank einer starken Vorstellung den ersten Aufstieg fest im Blick. Die Köpenicker gewannen zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg 3:0 (2:0), haben die Relegation so gut wie sicher und können am letzten Spieltag im Fernduell mit Paderborn noch den direkten Aufstieg sichern. Magdeburg ist indes in die 3. Liga abgestiegen.

Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei erzielten Grischa Prömel (8.) und Sebastian Polter (31., 90+6)) die Tore für die klar überlegenen Eisernen, die als fünfte Mannschaft aus der ehemaligen DDR in die Bundesliga aufsteigen können. Am letzten Spieltag tritt das Team von Trainer Urs Fischer beim VfL Bochum an.

MSV Duisburg - 1. FC Heidenheim 3:4 (1:2)

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Dustin Bomheuer (Nr.3) traf doppelt - einmal ins richtige und einmal kurios ins falsche Tor.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Der MSV Duisburg ist zum vierten Mal nach 1986, 2013 und 2016 abgestiegen. Am Sonntag unterlag die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht unter anderem durch ein kurioses Eigentor von Dustin Bomheuer mit 3:4 (1:2) gegen den 1. FC Heidenheim und verspielte ihre letzte Chance auf den Klassenverbleib. Durch die 17. Saisonniederlage am 33. Spieltag kann der Traditionsclub auf dem letzten Tabellenrang bereits vor dem abschließenden Spieltag nicht mehr Relegationsplatz 16 erreichen. Heidenheim reichte der Sieg nicht, um die zuvor geringen Chancen zum Aufstieg zu wahren.

Vor 14 392 Zuschauern in Duisburg erzielten Robert Glatzel (27. Minute), Denis Thomalla (37.), Bomheuer (58./Eigentor) und Niklas Dorsch (82.) die Tore für Heidenheim. Moritz Stoppelkamp (33.) markierte im Anschluss an einen durch Kevin Wolze verschossenen Handelfmeter das zwischenzeitliche 1:1. Bomheuer war vor seinem Eigentor auch für den MSV erfolgreich (51.), zudem traf Lukas Daschner (81.).

1.FC Köln - Jahn Regensburg 3:5 (0:3)

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Der 1.FC Köln durfte sich über die Meisterschale der 2.Liga freuen - und bekam dazu noch fünf Tore eingeschenkt.

(Foto: imago images / Eibner)

Zweitliga-Meister 1. FC Köln hat nach dem feststehenden Aufstieg im letzten Spiel Heimspiel der Saison eine Niederlage kassiert. Das Team von Interimstrainer Andre Pawlak verlor am vorletzten Spieltag 3:5 (0:3) gegen Jahn Regensburg, die direkte Rückkehr in die Bundesliga hatten die Kölner am vergangenen Montag perfekt gemacht.

Die Tore für die Gäste, deren Trainer Achim Beierlorzer als heißer Kandidat für den Trainerposten in Köln gilt, erzielten Rafael Czichos per Eigentor (7.), Sargis Adamyan (34., 68.), Hamadi Al Ghaddioui (45.+5) per Foulelfmeter und Jonas Föhrenbach (90.). Der Kölner Jhon Cordoba sah vor dem Strafstoß die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit (45.+3). Jonas Hector (65., 73.) und Anthony Modeste (76.) trafen für die Gastgeber.

Holstein Kiel - Dynamo Dresden 3:0 (1:0)

Holstein Kiel hat kurz vor dem Saisonende in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Störche, die lange Zeit im Aufstiegsrennen mitgemischt hatten, gewannen ihr Heimspiel am 33. Spieltag gegen Dynamo Dresden 3:0 (1:0) und beendeten damit ihre Negativserie von drei Niederlagen in Folge. Für Dresden hat die Pleite keine unmittelbaren Folgen. Die Mannschaft von Trainer Cristian Fiel muss nicht mehr zittern, nachdem sie sich am vergangenen Spieltag den lange Zeit gefährdeten Klassenerhalt gesichert hatte.
Lee Jae-Sung (19.), Jonas Meffert (69.) und Hauke Wahl (77.) erzielten die Tore der Gastgeber, deren Trainer Tim Walter hochgehandelter Kandidat beim abstiegsbedrohten Bundesligisten VfB Stuttgart ist.

Erzgebirge Aue - SpVgg Greuther Fürth 1:1 (1:1)

Die SpVgg Greuther Fürth kann für eine weitere Saison in der 2. Fußball-Bundesliga planen. Am Sonntag kamen die Franken zu einem 1:1 (1:1)-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue und sicherten mit nunmehr 39 Zählern einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt. Im Erzgebirgsstadion hatte Julian Green die Gäste in der 16. Minute in Führung gebracht. Nur vier Minuten später gelang Jan Hochscheidt der Ausgleich für die Hausherren, die bereits am vorherigen Spieltag den Klassenerhalt gesichert hatten.

Fürths Coach Stefan Leitl musste ein letztes Mal auf den gesperrten Torjäger Daniel Keita-Ruel verzichten, bei Aue vertrat Robert Jendrusch den verletzten Kapitän Martin Männel im Tor. Nach einer kurzen Abtastphase nutzte Green eine Unaufmerksamkeit in der Auer Abwehr und brauchte nach einer Hereingabe von Maximilian Sauer nur noch einzunicken. Die Freude dauerte jedoch nur vier Minuten, ehe Hochscheidt mit einem trockenen Schuss aus rund 20 Metern den Ausgleich erzielte.

SV Sandhausen - Arminia Bielefeld 0:3 (0:2)

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Der SV Sandhausen schien bereits geretettet - nun droht doch noch die Relegation.

(Foto: imago images / foto2press)

Der SV Sandhausen muss am letzten Spieltag doch noch um den Klassenverbleib zittern. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat verlor am Sonntag klar mit 0:3 (0:2) gegen Arminia Bielefeld. Durch die erste Pleite nach zuletzt acht Begegnungen ohne Niederlage haben die Kurpfälzer nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den FC Ingolstadt 04 auf dem Relegationsrang und könnten am kommenden Sonntag noch auf den 16. Tabellenplatz zurückfallen. Am 34. Spieltag muss Sandhausen gegen Jahn Regensburg antreten.

Fabian Klos (15. Minute), Reinhold Yabo (42.) und Andreas Voglsammer (71.) schossen die Tore für die effektiven Gäste aus Bielefeld. Weil Ingolstadt sein Heimspiel gegen Darmstadt gewann, hätte Sandhausen das Duell mit Bielefeld gewinnen müssen, um den Verbleib in der 2. Liga perfekt zu machen.

FC St. Pauli - VfL Bochum 0:0

Der FC St. Pauli hat am Sonntag einen erfolgreichen Saisonabschluss vor eigenem Publikum verpasst. Im letzten Heimspiel der Spielzeit gegen den VfL Bochum mussten sich die stark ersatzgeschwächten Kiezkicker mit einem torlosen Unentschieden gegen den VfL Bochum begnügen und rutschten in der Tabelle auf Rang sieben ab. Vor 29 546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion hatte St. Pauli zwar ein Plus an Torchancen, konnte aber den fünften Sieg in Serie gegen seinen Lieblingsgegner aus dem Ruhrrevier nicht einfahren.

Der vom Verletzungspech gebeutelte Kiezclub musste nach dem kurzfristigen Ausfall von Jeremy Dudziak (Sprunggelenk) und Marvin Knoll (muskuläre Probleme) auf insgesamt zehn Akteure verzichten. Dennoch kamen die Gastgeber besser in die Partie und hätten schon nach 44 Sekunden in Führung gehen können, doch Sami Allagui traf nur den Pfosten. Letztlich hatte es der VfL seinem starken Torwart Manuel Riemann zu verdanken, dass die Gäste einen Punkt mitnehmen konnten.

Quelle: n-tv.de

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