Fußball

Nullnummer statt Titelgala FC Bayern dominiert, RB vergibt den Sieg

d3e786ab61df47ea64fa6d127e8782dc.jpg

Timo Werner hatte den Sieg auf dem Fuß - er vergab eine Riesenchance.

(Foto: imago images/Passion2Press)

Dominant, aber nicht zielstrebig genug: Der FC Bayern verpasst am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig das nächste wuchtige Statement im Kampf um die deutsche Meisterschaft. Die beste Chance des Spiels vergibt indes Nationalspieler Timo Werner.

Viel Lärm um nichts: Statt der erhofften Gala gab es im Bundesliga-Gipfel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig nur eine magere Nullnummer. Die Münchner verpassten es auf dem Weg zum achten Titel in Folge, das erhoffte Zeichen zu setzen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick bleibt dennoch Tabellenführer, für Leipzig war es nach zuletzt drei sieglosen Spielen inklusive Pokalaus immerhin ein Achtungserfolg. 75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena sahen ein Topspiel ohne die erhofften Höhepunkte, auch die beiden Torjäger Robert Lewandowski und Timo Werner blieben blass.

36a8856c36cd34166d9af6ab4ea05908.jpg

Heute war viel drin, aber irgendwie auch nichts", urteilte Thomas Müller.

(Foto: imago images/MIS)

"Heute war viel drin, aber irgendwie auch nichts. Wir haben es verpasst, aus diesem Spiel unser Spiel zu machen", sagte Bayerns Thomas Müller bei Sky: "Das Problem war, dass beide Mannschaften mit diesem 0:0 irgendwie leben konnten. Am Ende wollte keiner das absolute Risiko gehen, wir selbst haben uns dadurch unserer Stärken beraubt." Werner urteilte derweile: "Am Anfang schien es eine Frage der Zeit, wann wir ein Gegentor kriegen. Aber in der zweiten Hälfte haben wir gemacht, was der Trainer wollte, und waren die bessere Mannschaft. Wir hätten gewinnen können."

Die Bayern, die ihre starke Serie von acht Pflichtspielsiegen nicht ausbauen konnte, waren zwar in der ersten Hälfte überlegen. Die Münchner nutzten aber ihre Chancen nicht. Bereits in der 5. Minute zwang Thiago RB-Keeper Peter Gulacsi zu einer Glanztat. Der Mittelfeldspieler ersetzte nach dem 4:3 im Pokal gegen Hoffenheim Corentin Tolisso in der Startelf. Zudem begann wie erwartet Nationalspieler Leon Goretzka für den weiter formschwachen Brasilianer Philippe Coutinho.

Eine absurde Abschlussschwäche

FC Bayern - RB Leipzig 0:0

Tore: Fehlanzeige
München:
Neuer - Pavard, Boateng (67. Hernandez), Alaba, Davies - Kimmich, Thiago - Goretzka (85. Coman) - Müller, Lewandowski, Gnabry (60. Coutinho); Trainer: Flick.
Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Upamecano, Halstenberg - Adams, Laimer, Sabitzer, Angelino - Dani Olmo (69. Schick) - Nkunku (82. Lookman), Werner (90.+3 Poulsen); Trainer: Nagelsmann.
Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)

Bei RB setzte Nagelsmann erstmals in der Bundesliga von Beginn an auf die beiden Winterzugänge Dani Olmo und Angelino. Die hatten viel Defensivarbeit zu leisten. Die Bullen konnten sich dem Druck der Münchner in der ersten Hälfte bis auf wenige Ausnahmen nur schwer erwehren. Thomas Müller und Goretzka (11.) verpassten ebenso knapp wie Serge Gnabry (17.) oder zweimal Lewandowski (26. und 38.). Vor allem Alphonso Davies über links war einige Male nicht zu stoppen.

Auf der anderen Seite schaffte es RB bis zur Pause zu selten, wie gewünscht schnell umzuschalten und die Bayern vor Probleme zu stellen. Ein gefährlicher Torschuss von Werner in der 24. Minute - das war's auch schon. Der Start in den zweiten Durchgang war dann aber gleich vielversprechend. Marcel Sabitzer verzog freistehend aus elf Metern, kurz darauf rettete David Alaba in höchster Not gegen Werner.

Die Bayern freuten sich danach schon auf einen Strafstoß, der aber wegen einer Abseitsstellung per Videobeweis zurückgenommen wurde (55.). Das Spiel war nun offen, weil Leipzig mutiger wurde. Die Münchner leisteten sich zudem zu viele einfache Fehler. Einer davon führte zu einer erneuten Großchance durch Werner (63.), der Torjäger vergab alleinstehend vor Manuel Neuer leichtfertig. Am Ende hatte Goretzka (80.) mit der bis dahin größten Bayern-Chance den Sieg auf dem Fuß, Gulacsi parierte aber stark.

Apropos: Borussia Dortmund verspielt bei Bayer Leverkusen zweimal eine Führung. Der Sportdirektor ist enttäuscht, der Trainer genervt. Für das Ziel Meisterschaft gibt's den nächsten herben Dämpfer. Emre Can weiß derweil, was der Mannschaft guttun würde. Hier gibt's unseren Bericht!

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid