Fußball

Testspielsieg gegen Marseille FC Bayern überzeugt bei Süle-Comeback

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Sammelte Spielpraxis auf dem Bayern-Campus: Niklas Süle.

(Foto: dpa)

Nach fast dreiwöchiger Pause steht der FC Bayern München wieder auf dem Platz - mit dabei ist auch erstmals wieder Nationalspieler Niklas Süle. Während die Defensive bei der Generalprobe vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Chelsea wenig zulässt, hapert es im Angriff.

Die Generalprobe für die Champions League war sehr ansehnlich, und sie hatte eine angenehme Begleiterscheinung: Beim überzeugenden 1:0 (1:0) von Bayern München im Testspiel gegen Olympique Marseille feierte auf dem vereinseigenen Campus Nationalspieler Niklas Süle sein Comeback. "Es ist klar, dass die hundertprozentige Spritzigkeit noch nicht da ist", sagte er nach seinem halbstündigen Einsatz, betonte bei MagentaSport aber auch: "Ich fühle mich sehr gut, ich bin körperlich topfit."

Den Treffer beim Härtetest für das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League in gut einer Woche (8. August, 21.00 Uhr/Sky) gegen den FC Chelsea (Hinspiel 3:0) erzielte bei hochsommerlichen Temperaturen Serge Gnabry (19.). Der deutsche Rekordmeister vergab im ersten Spiel seit dem Sieg am 4. Juli im Finale des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen (4:2) weitere hochkarätige Möglichkeiten, zeigte sich aber insgesamt in guter Form. Fast eine gute Stunde lang ließ Trainer Hansi Flick die mutmaßliche Bestbesetzung spielen, dann wechselte er durch.

"Hat unheimlich hart dafür gearbeitet"

"Klar, die eine oder andere Chance hätten wir noch machen können, machen müssen", sagte Flick zum Spiel, betonte aber: "Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, es hat auch keinen Bruch im Spiel gegeben, als wir gewechselt haben. Es war eine gute Generalprobe für uns." Flick freute sich vor allem über das Comeback von Süle, der sich am 20. Oktober vergangenen Jahres im Bundesligaspiel beim FC Augsburg (2:2) das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen hatte: "Er hat unheimlich hart dafür gearbeitet."

Für den verletzten Benjamin Pavard, dessen Rückkehr nach einer Bänderverletzung an der linken Fußwurzel nach wie vor ungewiss ist, spielte wie erwartet Nationalspieler Joshua Kimmich auf der ihm gut bekannten Position des Rechtsverteidigers. "Joshua hat immer wieder Impulse gesetzt nach vorne, hat seine Seite zugemacht", sagte Flick, betonte aber, dass der Ausfall von Weltmeister Pavard schwerwiege: "Er hat eine sensationelle Runde gespielt", sein Fehlen sei "schon nicht so ganz einfach" zu bewältigen.

Im Mittelfeld agierte anstelle von Kimmich Thiago an der Seite von Leon Goretzka. Zur Anfangsformation gehörte bei den überlegenen Münchnern Ivan Perisic - Kingsley Coman kam erst zur zweiten Halbzeit. "Jetzt ist der Fokus voll auf Chelsea gerichtet, wir splitten jetzt auch die Trainingsgruppen", sagte Flick beim Blick auf die Tage bis zum Spiel gegen die Blues. "Klar ist", betonte er, "dass wir auch noch ein paar Dinge einstudieren müssen. Wir haben noch eine Woche, diese Zeit wollen wir auch nutzen."

Quelle: ntv.de, mba/sid