Fußball

Traum vom CL-Achtelfinale lebt Gladbach erlöst sich im Glasgower Paradies

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André Hahn machte mit dem 2:0 den Deckel drauf auf Gladbachs Sieg im Celtic Park.

(Foto: dpa)

Mit null Punkten und großen Personalproblemen reist Borussia Mönchengladbach in den als "Paradies" bekannten Celtic Park nach Glasgow. Der vorzeitige K.o. droht, den die Borussia mit starker Leistung abwendet. Für die Tore braucht es aber zwei Geschenke.

Mit einer überzeugenden Leistung hat sich Borussia Mönchengladbach in der hitzigen Atmosphäre des Glasgower Celtic Parks alle Chancen auf das Achtelfinale der Champions League erhalten. Der Bundesliganeunte gewann trotz großer Personalnot beim schottischen Meister mit 2:0 (0:0) und schob sich durch den Premierensieg dieser Königsklassen-Saison auf Rang drei der Gruppe C. Vor 60.000 Zuschauern erzielten Lars Stindl (57.) und André Hahn (77.) die Treffer für die Gäste.

Celtic Glasgow - Bor. M'gladbach 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Stindl (57.), 0:2 Hahn (77.)
Glasgow: Gordon - Lustig, Kolo Toure,  Sviatchenko, Tierney - Brown, Bitton (63. McGregor) - Forrest (73.  Roberts), Rogic (71. Griffiths), Sinclair - Dembele
Mönchengladbach: Sommer - Korb, Vestergaard, Elvedi, Wendt -  Kramer, Strobl - Traore (86. Nico Schulz), Stindl, Hofmann - Hahn (90. Herrmann)
Referee: Sidiropoulos  Zus.: 57.814
Schüsse: 10:14 Ecken: 4:5
Ballbesitz: 54:46 % Zweikämpfe: 78:88

Mit einem weiteren Erfolg im Rückspiel in zwei Wochen wäre den Gladbachern zumindest die weitere Teilnahme an der Europa League kaum noch zu nehmen. Mit 3 Punkten liegt die Borussia vor Celtic (1) und darf sogar mit den ersten K.o.-Spielen in der Königsklasse seit 1978 liebäugeln. Manchester City (4) ist hinter Spitzenreiter FC Barcelona (9) wieder in Reichweite.

Der starke Auftritt bringt vor dem Bundesliga-Klassiker beim FC Bayern München am Samstagabend auch wieder etwas mehr Ruhe für André Schubert. Borussias Coach war nach zuvor nur einem Sieg in den vergangenen fünf Pflichtspielen in die öffentliche Kritik gerückt. In Glasgow überzeugte Schuberts taktische Umstellung auf die Viererkette, auch die überraschende Aufstellung von Jonas Hofmann erwies sich als richtiger Griff.

Borussia greift mutig an

Gladbach war gewarnt. Selbst Pep Guardiolas ManCity hatte sich diese Saison beim 3:3 von Celtic mit einer furiosen Startphase überraschen lassen. "Sie werden die ersten 15,20 Minuten mit großer Wucht und viel Power großen Druck ausüben", analysierte Schubert kurz vor Anpfiff.
Und seine Borussia überstand die gegnerische Anfangsoffensive auch ohne Abwehrchef Andreas Christensen sowie die Offensivspieler Raffael, Thorgan Hazard und den kurzfristig erkrankten Fabian Johnson schadlos.

Gladbach setzte in einer temporeichen Partie hingegen selbst immer wieder Achtungszeichen. Vor allem Ibrahima Traoré trieb den Gladbacher Angriff über die rechte Seite unermüdlich an, nur mit Mühe entschärfte Celtics Keeper Craig Gordon den Schuss des 28-Jährigen von der Strafraumgrenze (17.). Überraschend vertraute Schubert im offensiven Mittelfeld erstmals diese Königsklassen-Saison auf Hofmann. Der offensive Mittelfeldspieler absolvierte nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund diesen Sommer erst das zweite Spiel von Beginn an - und machte seine Sache ordentlich.

Touré patzt gleich zweimal

Aus elf Metern konnte jedoch auch Herrmann den starken Gordon in der 26. Minute nicht überwinden. Auf der anderen Seite stand die Gladbacher Abwehr sicher. Erst kurz vor der Pause kam Scott Sinclair zur ersten wirklich gefährlichen Chance für Celtic, verzog allerdings aus halblinker Position. "Wir machen heute eine richtig gute erste Halbzeit, bei eigenem Ballbesitz so gut wie lange nicht mehr", lobte Borussias Präsidiumsmitglied Hans Meyer bei Sky.

Nach gemächlicherem Beginn in die zweite Halbzeit belohnte sich Gladbach für den Kraftakt. Torschütze Stindl leitete den Angriff zum 1:0 selbst ein, André Hahn grätschte den Ball vor dem unaufmerksamen Ivorer Kolo Touré zurück in die Gefahrenzone, aus spitzem Winkel donnerte Stindl den Ball durch die Beine von Gordon. Die Entscheidung bereitete der überzeugende Kapitän nach einem erneuten Patzer von Kolo Touré selbst vor - seinen Pass verwertete Hahn unter die Latte.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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