Fußball

Kein Befreiungsschlag im Ligakeller Gladbach schockt HSV mit Last-Minute-Tor

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(Foto: imago/Ulmer)

Ganz dicht steht der Hamburger SV nach dem Bayern-Alptraum vor einem enorm wichtigen Heimsieg. Gegen Champions-League-Aspirant Borussia Mönchengladbach führt der Bundesliga-Dino bis zur 90. Minute. Doch dann setzt es noch den nächsten Tiefschlag.

Der Hamburger SV hat in der Nachspielzeit einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf verspielt. Die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer kam gegen Borussia Mönchengladbach nach einem Gegentreffer von Branimir Hrgota (90.+2) nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und steckt damit weiterhin im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga fest.

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Zoltan Stieber ließ den HSV auf einen Dreier hoffen.

(Foto: REUTERS)

Acht Tage nach der 0:8-Klatsche bei Bayern München hatte der HSV nach dem Führungstreffer von Zoltan Stieber (73.) lange auf Wiedergutmachung für die höchste Bundesliga-Niederlage gehofft, doch der eingewechselte Hrgota schockte die Gastgeber wenige Sekunden vor dem Ende. Gladbach bleibt mit zwei Punkten Vorsprung auf Schalke 04 auf Rang drei.

Stieber, der mit einem sehenswerten Linksschuss zur Führung traf, spielte auf der Position von HSV-Kapitän Rafael van der Vaart, der 90 Minuten auf der Bank schmorte. Nach der Schmach von München krempelte Zinnbauer sein Team gehörig um und machte dabei auch vor prominenten Namen nicht halt. So standen sieben Neue in der Startformation, van der Vaart fand sich dagegen genauso auf der Bank wieder wie Verteidiger Heiko Westermann.

Herrmann testet den Pfosten

Hitzig, stürmisch, intensiv: Die 52.105 Zuschauer in der Arena im Hamburger Volkspark bekamen in der Anfangsphase viel geboten. Nichts zu sehen von taktischem Vorgeplänkel, beide Teams kämpften mit offenen Visieren - und kamen schnell zu Chancen. Für den HSV scheiterte Stieber mit einem abgeblockten Schuss (3.), im Gegenzug verfehlte der gebürtige Hamburger Max Kruse das Tor nur um wenige Zentimeter. Weitere 60 Sekunden später traf der agile Patrick Herrmann für Gladbach aus kurzer Distanz nur den Pfosten.

In der Folge beruhigte sich das Geschehen ein wenig. Während der HSV, lautstark angetrieben von Zinnbauer, unentwegt den Weg nach vorne suchte, nahmen die Gäste, die ohne den gelb-gesperrten Granit Xhaka auskommen mussten, das Tempo raus. Trotz sechs neuer Spieler in der Startformation schien der Borussia die Europacup-Reise nach Sevilla noch in den Knochen zu stecken. Für Gefahr sorgte bis zur Pause einzig ein Freistoß von Ibrahima Traoré, der in der 40. Minute knapp über den Kasten segelte.

HSV will, Gladbach stellt zu

Im zweiten Abschnitt bot sich zunächst das gleiche Bild: Der HSV präsentierte sich lauf- und einsatzfreudig und versuchte, Dampf zu machen. Doch gegen die geschickt verteidigenden Gladbacher gab es zunächst kaum ein Durchkommen. Stieber vergab mit einem satten Rechtsschuss über das Tor (52.).

Fortan plätscherte die Partie dahin, bis sich Stieber ein Herz fasste und mit seinem Linksschuss wie aus dem Nichts zur Hamburger Führung traf. Der Ausgleich fiel nach einem Eckball. Bei den Gastgebern überzeugten vor allem Torschütze Stieber und der zweikampfstarke Gojko Kacar, der sein Startelf-Debüt in dieser Saison gab. Aufseiten der Gladbacher gefielen Abwehrchef Martin Stranzl in seinem 250. Bundesliga und Rechtsverteidiger Julian Korb.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid