Fußball

"Wird hier nicht mehr pfeifen" Gladbachs Vize wütet gegen Schiri Gräfe

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Schiedsrichter Gräfe versteht die emotionale Kritik, steht aber zu seiner Entscheidung.

(Foto: imago images / Eibner)

Das Borussia-Duell am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga sorgt für erhitzte Gemüter. Mönchengladbachs Vizepräsident Bonhof übt scharfe Kritik am Schiedsrichter der Begegnung, Manuel Gräfe. Der Grund: Eine Entscheidung, die zum ersten Tor des BVB führte.

Borussia Mönchengladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof hat nach der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund zum Abschluss der 56. Saison der Fußball-Bundesliga Schiedsrichter Manuel Gräfe harsch kritisiert. "Den Gräfe werde ich in Zukunft ablehnen", sagte der 67-Jährige aufgebracht im Kabinengang. Auslöser des Ärgers von Bonhof war die Entstehung des Dortmunds Führungstreffers zum 1:0. Bei der Vorlage von Marco Reus auf den Torschützen Jadon Sancho soll der Ball bereits im Aus gewesen sein. Manuel Gräfe entschied sich nach Ansicht der TV-Bilder, den Treffer zu geben.

Gladbachs Vizepräsident, dessen Team durch die Niederlage die Qualifikation für die Champions League verpasste, konnte diese Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen: "Der Ball war klar aus" und holte dann zum Rundumschlag gegen Gräfe aus: "Solange ich hier etwas zu sagen habe, wird der uns hier nicht mehr pfeifen. Es geht nicht darum, dass ich Dortmund den Sieg nicht gönne, aber was er hier in den letzten Jahren und mit der Krönung heute hier gepfiffen hat, ist unfassbar."

Gräfe reagierte gelassen: "Ich habe selbst Fußball gespielt. Man darf nicht überbewerten, was in der ersten Stunde nach dem Spiel aus der Emotion gesagt wird. Es ist alles gut. Wenn er eine Nacht drüber geschlafen hat, wird er es vielleicht anders sehen. Ich kann aber durchaus verstehen, dass er verärgert ist." Hinter seiner Entscheidung steht er indes: "Der Assistent hat genau beobachten können, dass der Ball am Boden im Aus war. Aber der Ball ist eben rund. Deshalb war der Ball in der Luft nicht komplett im Aus. Das haben der Videoassistent und ich genauso gesehen." Dabei gestand er aber auch ein, dass die Technik keine 100-prozentige Sicherheit liefern konnte: "In diesem Fall ist auch die Technik an Grenzen gestoßen."

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Quelle: n-tv.de, mli/sid

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