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Für DFB-Spiel nicht entscheidend Grindel bestätigt E-Mail-Aussage zu Frankfurt

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Grindel findet es zwar "nicht schön", aber auch nicht dramatisch, dass E-Mails an die Öffentlichkeit gelangt sind.

(Foto: imago/Hartenfelser)

Hat es bei der Wahl des Spielorts für das DFB-Länderspiel gegen Peru Angst vor Ultra-Krawallen in Frankfurt gegeben? DFB-Präsident Grindel räumt ein, Bedenken gehabt zu haben. Allerdings seien diese nicht ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat bestätigt, dass es bei der Wahl des Spielortes für das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Peru Furcht vor möglichen Störungen durch Fans gegeben habe. Diese sei allerdings nicht ausschlaggebend gewesen dafür, dass die Partie letztlich nach Hoffenheim gegeben wurde.

"Die Gedanken, die ich zusätzlich in dieser E-Mail vorgetragen habe - eine Woche nach den Aktionen zum Montagsspiel Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig - sind nachvollziehbar. Sie waren aber nicht entscheidend. Entscheidend war, dass wir ein volles Stadion haben wollten", sagte der Spitzenfunktionär bei deiner Veranstaltung des Deutschen Fußball-Bundes in Heidelberg.

Grindel betonte, dass der Standort Sinsheim auf einer Präsidiumssitzung festgelegt worden sei, "weil wir dort die Hoffnung gehabt haben, ein volles Stadion, eine gute Stimmung zu haben. Alles andere sind interne Diskussionen, die völlig berechtigt sind." Die Entscheidung für Sinsheim habe "überhaupt nichts damit zu tun, dass es Vorbehalte gegen Eintracht Frankfurt gibt", ergänzte Grindel und stellte der Stadt am Main ein Qualifikationsspiel für die EM 2020 im kommenden Jahr in Aussicht: "Da wird alles schiedlich-friedlich ablaufen."

Koch dementiert Spielverlegung

DFB-Vizepräsident Rainer Koch sagte dagegen bei Sky Sport News HD: "Das Länderspiel ist nie verlegt worden." Er verwies auf eine "grundsätzliche Reihenfolge, in der in etwa die großen Stadien in Deutschland zum Einsatz kommen". Das bislang letzte Länderspiel am DFB-Standort Frankfurt wurde am 4. September 2015 gegen Polen (3:1) in der EM-Qualifikation ausgetragen. Seitdem hatte die DFB-Elf 17 Heimspiele in 15 verschiedenen Städten. Berlin und München hatten je zwei Länderspiele.

Der "Spiegel" verweist in seinem Bericht auf einen E-Mail-Wechsel zwischen Grindel und seinem Stellvertreter Koch. "Ich halte das Risiko, dass wir bei dem Länderspiel ein Desaster erleben und dies kurz vor der Euro-Vergabe negative Auswirkungen hat, einfach für zu hoch, weil für mich die Frankfurter Ultraszene viel zu unberechenbar ist", schrieb Grindel demnach Ende Februar.

Koch habe Grindel in seiner Antwort zunächst widersprochen - aus Furcht, es könne noch mehr Ärger geben, wenn der Öffentlichkeit bekannt werde, "dass wir Frankfurt abgelehnt haben, obwohl Frankfurt jetzt in der Abfolge der Länderspielstandorte klar an der Reihe ist". Grindel fand es "nicht schön", dass der Spiegel aus dem internen Mailverkehr vor der Präsidiumssitzung zitiert habe, "aber es ist auch nichts Dramatisches". Koch sprach von "strafbarem Verhalten".

Die Partie in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena ist wie vom DFB erhofft mit 25.494 Zuschauern ausverkauft. "Es ist generell eine Überlegung bei uns, mit Freundschaftsspielen in kleinere Stadien zu gehen", sagte Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff dem ZDF.

Quelle: n-tv.de

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