Fußball

DFB-Chef rastet aus Grindel flüchtet wütend aus Interview

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Nur nach seinen Regeln - auf Fragen, die ihm nicht in den Kram passen, hat Grindel gar keinen Bock.

(Foto: imago/Hartenfelser)

Im Interview mit der "Deutschen Welle" zur Klub-WM und der Global Nations League zeigt sich DFB-Präsident Reinhard Grindel zart besaitet. Als es um die 25 Milliarden Euro für die Fifa geht, bricht er das Interview erbost und lautstark ab.

Es ist ein handfester Intervieweklat: Reinhard Grindel findet die Fragen, die ihm "Deutsche-Welle"-Journalist Florian Bauer im Interview stellt, gar nicht lustig. Die Situation eskaliert, als Bauer eine Frage zum finanziellen Gewinn der Fifa stellt.

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"Herr Bauer, das bringt doch jetzt nichts, Sie versuchen, mir immer eine Bemerkung in den Mund zu schieben, mit der Sie was machen können, und ich weiche Ihnen seit zehn Minuten aus. Jetzt machen Sie doch vernünftige Fragen, auf die ich vernünftig antworten kann", empört sich Grindel. Der Journalist lässt sich jedoch nicht kleinkriegen und bietet dem DFB-Präsidenten die Stirn.

Grindel aber fühlt sich an die Wand gestellt. "Nein, drei Fragen zu Katar, sonst hören wir gleich auf", droht Grindel. Und kurz darauf: "Nein, Sie fragen nicht offen, Sie versuchen mir irgendwas in die Schuhe zu schieben, dass ich sage, es gäbe nie eine Global Nations League."

Grindel bricht das Interview ab

Bauer ist sichtlich irritiert von Grindels Reaktion und versucht den erbosten DFB-Chef einzufangen - doch vergebens. Grindel versteht keinen Spaß mehr und beendet das Interview vor laufender Kamera mit den Worten: "Herr Bauer, komm, wir lassen es." Dann steht er auf, reißt sich das Mikrofon vom Jackett und verlässt wutschnaubend das Bild.

Nicht gerade ein professioneller Auftritt vom DFB-Obersten. Welchen wunden Punkt hat Bauer da getroffen? Ohne Frage geht es um das Treffen des Fifa-Council im Luxushotel Ritz Carlton in Miami. Hier will Fifa-Boss Infantino alle von seiner Fußballutopie überzeugen, die eine Klub-WM und die Ausweitung der WM von 32 auf 48 Mannschaften vorsieht. Besonders dubios bei diesen größenwahnsinnig anmutenden Plänen: Es gibt ein Angebot über 25 Milliarden Euro für die Fifa, das die Vermarktung neuer Formate betrifft. Von wem dieses Geld allerdings kommt, wird aktuell noch nicht bekannt gegeben. Bereits seit vergangenem März versucht Infantino für die Investoren-Offerte zur Vermarktung der neuen Wettbewerbe zu werben. Vertreter der Uefa bemängeln aus ihrer Sicht ungenügende Informationen über die Geldgeber und mögliche Konsequenzen des Mega-Deals. Bislang haben sie ihre Zustimmung deswegen verweigert.

Quelle: n-tv.de, jho

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