Fußball

Chelsea will Mega-Transfer Havertz bittet Bayer offenbar um Freigabe

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Kai Havertz wird wohl bald die Trikotfarbe wechseln.

(Foto: Maik Hoelter/TEAM2sportphoto)

Nach Timo Werner nun auch Kai Havertz? Der FC Chelsea möchte offenbar den zweiten deutschen Nationalspieler kaufen. Einem Bericht zufolge ist der englische Fußballklub bereit, den 100-Millionen-Euro-Transfer zu stemmen. Denn einen Corona-Rabatt gewährt Bayer Leverkusen nicht.

Wenn Kai Havertz in zwei Wochen aus dem Urlaub zurückkehrt, wird er vielleicht als Erstes an die Tür von Rudi Völlers Büro klopfen und den Sportchef offiziell um die Freigabe bitten. Die Entscheidung, Bayer Leverkusen nach zehn Jahren zu verlassen, ist gefallen und soll den Bayer-Bossen laut "Sport Bild" zeitnah mitgeteilt werden. Genau wie der Name des europäischen Topklubs, der die 100-Millionen-Euro-Forderung offenbar erfüllen will: FC Chelsea.

Teammanager Frank Lampard hatte den 21 Jahre alten Nationalspieler bei einer Pressekonferenz vor zwei Wochen als "Top-Spieler" bezeichnet, aktuelle Gespräche über eine Verpflichtung aber verneint. Auch Völler zeigte sich in seiner ersten Reaktion auf den Bericht zurückhaltend. "Es ist für keinen ein Geheimnis, dass es Interessenten gibt. Aber jetzt laden erstmal alle ihre Akkus auf, danach geht es in die Vorbereitung für die Europa League. Wir wollen alles tun, da erfolgreich zu sein", sagte Völler dem "Kicker".

Chelsea kauft kräftig ein

Havertz wird auch im Falle eines Wechsels beim Heim-Finalturnier dabei sein, das unterstrich der Sportchef nochmals. Und auch seine Aussage zur Mega-Ablöse steht: "Es gibt keinen Corona-Rabatt!" Angeblich können sich die Londoner vorstellen, die gewaltige Summe durch einen Festbetrag (70 Millionen Euro) und Bonuszahlungen (30 Millionen Euro) zu stückeln. Bei den Blues, die für die neue Saison schon Havertz' Nationalmannschafts-Kollegen Timo Werner (RB Leipzig) für 53 Millionen Euro und Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam) für 40 Millionen Euro verpflichtet haben, scheint auch in der Coronazeit genügend Geld vorhanden zu sein.

Durch das Transferverbot für die aktuelle Saison hat der Klub des russischen Milliardärs Roman Abramovich gespart, zudem ist die Kasse dank Verkäufen wie dem von Eden Hazard für 100 Millionen Euro zu Real Madrid gefüllt. Angesichts der Finanzkraft der Mitbewerber stieg selbst der deutsche Rekordmeister FC Bayern aus dem Havertz-Poker aus. Nach dem Transfer von Leroy Sané sei es "finanziell in diesem Jahr nicht möglich", so Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt bei Sport1, erstmals eine Ablöse im dreistelligen Millionenbereich zu stemmen.

Bei Chelsea würde Havertz neben Werner auch auf Nationalverteidiger Antonio Rüdiger treffen. Das Team gilt als sehr talentiert und als künftiger Herausforderer der Titelfavoriten FC Liverpool und Manchester City. Sollte der aktuelle Tabellendritte aber die Champions League verpassen, dürfte sich diese Option für Havertz erledigt haben. Auch Real Madrid bleibt deswegen laut "Sport Bild" im Rennen. Die Königlichen sollen einen Transfer zwar für das kommende Jahr favorisieren, durch Chelseas Vorpreschen könnte Real nun aber nachziehen. Es gibt viel zu besprechen nach dem Urlaub, aber die Tendenz ist klar: Havertz plant den Abflug.

Quelle: ntv.de, Jörg Soldwisch, sid