Fußball

Eintracht-Schock vor EL-Finale Hinteregger fällt lange verletzt aus

Martin Hinteregger liegt verletzt am Boden.

(Foto: IMAGO/Kessler-Sportfotografie)

Ganz bitter für Eintracht Frankfurt: Martin Hinteregger muss im Halbfinal-Kracher der Europa League gegen West Ham United früh ausgewechselt werden und nun steht fest: Der Abwehrchef verpasst den Rest der Saison und damit auch das Finale. Ein Ersatz steht bereit.

Eintracht Frankfurt muss im Saisonendspurt und damit auch im Europa-League-Finale auf Abwehrchef Martin Hinteregger verzichten. Der 29 Jahre alte Österreicher verletzte sich beim Halbfinale am Donnerstagabend gegen West Ham United (1:0) am Oberschenkel und kann nach Vereinsangaben in den verbleibenden drei Spielen nicht mehr eingreifen. Hinteregger war erst Anfang dieser Woche krankheitsbedingt ausgefallen, wollte das Rückspiel gegen den Premier-League-Klub aus London aber unbedingt absolvieren.

"Es war unglaublich bitter, so früh zu wechseln", hatte Cheftrainer Oliver Glasner gesagt. So wünsche man sich keinen Start. Sowohl in der Bundesliga gegen Gladbach an diesem Sonntag (15.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) als auch am 14. Mai in Mainz wird Hinteregger damit fehlen. Am bittersten ist der Ausfall aber im Europa-League-Endspiel gegen die Glasgow Rangers, das am 18. Mai in Sevilla stattfindet. Erster Ersatzkandidat ist Almamy Touré, der auch am Donnerstag für Hinteregger gekommen war.

Alltag hat die Eintracht wieder

"Jeder, der dabei sein konnte, wird das sein ganzes Leben nicht vergessen", beschrieb Glasner die unglaublichen Momente am Vortag. Erst eine riesige Pyro- und Konfettishow, dann 90 Minuten Dauerparty und zum Abschluss der weiße Schwarm an Eintracht-Fans, die uneinfangbar aufs Feld stürmten und ihr Glück nicht fassen konnten: Es waren surreale Szenen, die zu diesem irren Frankfurter Fußball-Frühling passten. Und der nun mit einem europäischen Titel plus der erstmaligen Qualifikation für die Champions League vergoldet werden könnte.

Die Eintracht-Profis um Siegtorschütze Rafael Borré versuchten einen Tag nach der Ekstase bei einem Lauf durch den sonnendurchfluteten Frankfurter Stadtwald, das Unbegreifliche zu begreifen. Die Stimmung wirkte schon etwas gedämpfter als einen Abend zuvor. "Nach dem großen Ausschlag nach oben ist heute die Delle. Der Alltag hat uns schon wieder. Natürlich ein wunderbarer Abend, aber es ist auch schon wieder vorbei", relativierte Glasner.

Schnell wird sich der Fokus aber in Richtung Sevilla richten, wo in knapp zwei Wochen im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán das nächste Jahrhundertspiel für die Hessen angepfiffen wird. "Da spielt Tradition gegen Tradition - Jetzt wollen wir das Ding auch holen", tönte Präsident Fischer. Es wird das dritte europäische Endspiel der Eintracht nach 1960 und 1980 - und auch eines ohne Martin Hinteregger.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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