Fußball

Schock und OP für Hertha-Stürmer Hodenkrebs bei Marco Richter entdeckt

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Marco Richter muss sich einer Krebs-Op unterziehen.

(Foto: IMAGO/osnapix)

Schrecken bei der Hertha: Ein Hodentumor bei Marco Richter muss operativ entfernt werden. Der Angreifer erhält viele Genesungswünsche. Generell ist diese Krebsart gut heilbar, meist muss nur der vom Tumor befallene Hoden herausgenommen werden.

Bei Marco Richter von Hertha BSC ist ein Hodentumor entdeckt worden. Der 24 Jahre alte Fußball-Profi muss operiert werden. Das teilte der Berliner Bundesligist mit. "Marco bekommt von uns in dieser Situation jede erdenkliche Unterstützung. Wir hoffen, dass er schnellstmöglich gesund wieder in unseren Kreis zurückkehrt", wurde Geschäftsführer Fredi Bobic in einer Mitteilung zitiert. "Eine abschließende Diagnose steht noch aus", hieß es von der Hertha. "Sobald es weitere Erkenntnisse zum Heilungsverlauf gibt, werden wir darüber informieren."

Fachkundige Beratung

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums berät bei Fragen zur Vorbeugung und Früherkennung, bei der ersten Orientierung nach einer Krebsdiagnose und bei allen weiteren Fragen im Verlauf einer Erkrankung. Er ist kostenlos täglich von 8 – 20 Uhr unter der Rufnummer 0800-420 30 40 erreichbar sowie per Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de

Aus Respekt vor der Privatsphäre Richters bat der Bundesligist von Rückfragen abzusehen. Der 24 Jahre alte Offensivspieler Richter war in der Vorsaison vom FC Augsburg nach Berlin gewechselt und hatte in 30 Bundesliga-Spielen fünf Tore erzielt. Unter dem neuen Coach Sandro Schwarz galt Richter als Stammkraft als rechter Außenstürmer. Die Hertha reiste am Dienstag zum Trainingslager nach England.

"Stark bleiben, Marco!"

Zuspruch bekam Richter umgehend von Hertha-Präsident Kay Bernstein. "Positiv denken, optimistisch bleiben, nach vorne schauen! Marco Richter. Jede Menge Kraft, gute Folgediagnosen und beste Besserung gewünscht!", schrieb der neue Klub-Boss bei Twitter. Sein Ex-Klub Augsburg meldete sich ebenfalls über die Sozialen Medien und schrieb: "Wir wünschen Dir alles erdenklich Gute, Marco! Bist ein Kämpfer, wir stehen hinter dir!"

Auch vom Lokalrivalen Union Berlin gab es schnelle Genesungswünsche. "Stark bleiben, Marco! Für die folgenden Untersuchungen ganz viel Kraft - komm schnell wieder", schrieben die Eisernen. Deren Verteidiger Timo Baumgartl hatte sich im Mai wegen eines Hodentumors operieren lassen müssen und hatte nach einer Chemotherapie am Samstag das Testspiel seines Klubs gegen Bohemians Dublin (2:1) von der Tribüne aus verfolgt.

Hodenkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei jungen Männern und Früherkennung ist äußerst wichtig. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) ruft deshalb Männer zwischen 14 und 45 Jahren zum regelmäßigen "Hodencheck" einmal im Monat auf. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft handelt es sich beim Hodenkrebs um eine "bösartige Erkrankung, die in einem der beiden Hoden beginnt und im weiteren Verlauf auch Nebenhoden und Samenleiter erfassen kann". Bei den meisten Patienten könne der Hodenkrebs allerdings geheilt werden, meist werde dafür zunächst der tumorbefallene Hoden entfernt.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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