Fußball

Im Tabellenkeller knallt's1. FC Magdeburg macht den VfL Bochum fix und fertig

04.04.2026, 14:59 Uhr
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Baris Atik bejubelt sein Tor zum 2:0 für die Magdeburger gegen den VfL Bochum. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Der 1. FC Magdeburg landet einen großen Sieg im Abstiegskampf. Gegner VfL Bochum spielt 45 Minuten lang desolat, robbt sich heran, geht dann unter und muss wieder zittern. Ein dickes Ausrufezeichen setzt Arminia Bielefeld.

1. FC Magdeburg - VfL Bochum 4:1 (2:0)

Der 1. FC Magdeburg hat seine schwarze Heimserie in der 2. Fußball-Bundesliga furios beendet. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander feierte beim 4:1 (2:0) gegen den VfL Bochum den ersten Heimsieg seit dem 29. November und verließ damit zumindest vorerst die Abstiegsplätze. Lubambo Musonda (7.), Baris Atik (44.) und Mateusz Zukowski (71./73.) erzielten die Treffer der Magdeburger, die zum dritten Mal ungeschlagen blieben. Bochum wartet seit mehr als vier Monaten auf einen Auswärtssieg, daran änderte auch das Tor von Philipp Hofmann (56.) nichts. 

Den Gastgebern gelang der perfekte Start. Nach einer Flanke von Herbert Bockhorn köpfte Musonda zur Führung ein. Magdeburg hatte auch in der Folge viel Ballbesitz, Bochum blieb bis auf eine Ausnahme in der ersten Halbzeit offensiv harmlos. Farid Alfa-Ruprecht scheiterte an Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann (28.). Kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Magdeburg sehenswert. Einen langen Pass von Marcus Mathisen verarbeitete Atik stark und traf dann mit dem Oberschenkel.

Mit der Führung im Rücken startete Magdeburg etwas passiv in den zweiten Durchgang und wurde dafür bestraft. Hofmann verkürzte für den VfL, der danach auf den Ausgleich drängte. Stattdessen aber legte Magdeburg im Doppelpack nach.

Arminia Bielefeld - Darmstadt 98 2:1 (0:1)

Der SV Darmstadt 98 hat im Aufstiegskampf erneut gepatzt und den Sprung auf Platz eins verspielt. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt verlor trotz Führung 1:2 (1:0) bei Arminia Bielefeld und ist seit drei Spielen sieglos. Bielefeld holte nach zuletzt fünf Partien ohne Sieg wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Matej Maglica (6.) traf per Freistoß zur Führung für die Darmstädter, Semir Telalovic (47.) glich aus, ehe Jannik Rochelt (81.) das Team von Trainer Mitch Kniat zum Sieg schoss. Mit 50 Punkten bleibt 98 auf Platz vier hinter Schalke (52), Elversberg und Paderborn (je 51), die allesamt am Sonntag spielen. Bielefeld (31) springt vorerst auf Platz elf.

In Bielefeld erwischten die Gäste einen Start nach Maß, zu dem allerdings auch Arminias Torwart Jonas Kersken gehörig beitrug. Bei Maglicas Freistoß war Kersken zwar mit der Hand am Ball, lenkte diesen aber ins eigene Tor. Danach agierte Bielefeld, das nach zwei Spieltagen noch Tabellenführer gewesen war, zwar mindestens auf Augenhöhe, aber auch glücklos .Das änderte sich gleich nach der Pause, als Telalovic mit einem strammen Kopfball zum verdienten 1:1 traf. Das vermeintliche 2:1 durch Monju Momuluh (50.) fand wegen Abseits keine Anerkennung, an Rochelts Abschluss aus elf Metern gab es dann aber nichts auszusetzen.

1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf 3:0 (0:0)

Fortuna Düsseldorf hat wieder große Abstiegssorgen. Die Rheinländer kassierten am Karsamstag mit einem 0:3 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern ihre dritte Niederlage in Serie, sie könnten der Abstiegszone am Sonntag bedrohlich nahekommen. Für Kaiserslautern besteht trotz der Tore von Jacob Rasmussen (62.), Semih Sahin (76.) und Daniel Hanslik (90.+6) nur noch in der Theorie eine Aufstiegschance.

Auf dem Betzenberg hatten beide Mannschaften erhebliche Probleme, ein geordnetes Offensivspiel aufzuziehen. Besonders die Fortuna brachte kaum gefährliche Pässe in Strafraumnähe - und dann war sie nach 21 Minuten in Unterzahl. Sima Suso hatte FCK-Stürmer Norman Bassette am Arm gehalten und so eine klare Torchance verhindert.

Markus Anfang, der für beide Mannschaften gespielt hat und vor den Düsseldorfern auch den FCK trainierte, nahm Christian Rasmussen vom Feld, um mit Jesper Daland die Abwehr aufzufüllen. Fortan war es ein Spiel auf ein Tor, aber vorerst ohne ganz große Lauterer Chancen. Maxwell Gyamfi (42.) hätte per Kopf nach einem Eckball treffen können. Für die Lauterer blieb es nach der Halbzeitpause zäh, aus viel Ballbesitz und etlichen Pässen wurden zu wenige Torszenen. Naatan Skyttä sollte dies als Joker ändern, der Finne war von einer Länderspielreise nach Neuseeland noch geschwächt - dann machte jedoch Rasmussen per Kopf sein erstes Zweitligator. Das Spiel war damit quasi entschieden, Sahin und Hanslik legten noch nach.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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