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Liverpools Mohamed Salah erzielte nach feiner Einzelleistung das 2:0 gegen Porto.
Liverpools Mohamed Salah erzielte nach feiner Einzelleistung das 2:0 gegen Porto.(Foto: Action Images via Reuters)
Mittwoch, 14. Februar 2018

Furiose Champions-League-Gala: Klopps Liverpool demütigt den FC Porto

Der FC Liverpool und Jürgen Klopp können nach einer grandiosen Offensivleistung fürs Viertelfinale der Champions League planen. Im Achtelfinal-Hinspiel wird der FC Porto im eigenen Stadion vorgeführt - und ist mit fünf Gegentoren noch gut bedient.

Für Teammanager Jürgen Klopp und den FC Liverpool ist das Erreichen des Champions-League-Viertelfinals nur noch Formsache. Durch einen triumphalen 5:0 (2:0)-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Porto hält das Klopp-Team besonders dank eines Dreierpacks von Sadio Mane für das Rückspiel am 6. März an der heimischen Anfield Road alle Trümpfe in der Hand.

Hochzufrieden: Jürgen Klopp.
Hochzufrieden: Jürgen Klopp.(Foto: Action Images via Reuters)

Ein Doppelschlag durch Mane (25.) und den ägyptischen Stürmerstar Mohamed Salah (29.) ebnete Englands früherem Rekordmeister den Weg zum ersten Erfolg in Portugal nach beinahe 34 Jahren. Mane (53.), der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino (69.) und erneut Mane (85.) stießen für die Briten vor 47.718 Zuschauern das Tor zur Runde der besten Acht nach dem Seitenwechsel sperrangelweit auf.

Klopp schenkte in Liverpools erstem Achtelfinale in der europäischen Königsklasse seit 2009 erwartungsgemäß dem deutschen Schlussmann Loris Karius das Vertrauen. Allerdings baute der Reds-Coach im Vergleich zur Generalprobe drei Tage zuvor in der Premier League beim FC Southampton auf drei Positionen um: Dejan Lovren verteidigte für den Ex-Schalker Joel Matip, während im Mittelfeld James Milner für Alex Oxlade-Chamberlain und Kapitän Jordan Henderson für den deutschen Nationalspieler Emre Can (gesperrt) in die Anfangsformation rückten.

In der Aufstellung der Gastgeber fehlte erneut Torjäger Vincent Aboukar: Portos 20-facher Saisontorschütze aus Kamerun saß beim Vorrundengegner des deutschen Vizemeisters RB Leipzig nicht einmal auf der Bank.

Erfolgreiche Klopp-Einschwörung

Klopp hatte seine Mannschaft vor dem Anpfiff im Estadio do Dragao nochmal auf unbedingtes Engagement eingeschworen. "Dieses Spiel wird uns alles abverlangen", hatte der 50-Jährige schon am Tag vor dem Duell der früheren Champions-League-Sieger gemutmaßt. Letztlich aber wurde seine Mannschaft ihrer Favoritenrolle leichter gerecht als erhofft. Nach rund einer Viertelstunde, in denen sich die Hausherren gelegentlich in der Nähe von Liverpools Strafraum blicken ließen, übernahmen die Reds zunehmend das Kommando. Einmal mehr angetrieben auch Firmino erhöhte Liverpool kontinuierlich den Druck. Gleichwohl ließen gute Torchancen zunächst noch auf sich warten.

Nach 25 Minuten aber brach Mane auf Vorlage von Goerginio Wijnaldum den Bann. Bei seinem erfolgreichen Schuss aus acht Metern profitierte der Senegalese allerdings auch von einem kapitalen Fehler durch Portos Schlussmann Jose Sa. Liverpool nutzte anschließend Portos spürbare Verunsicherung und setzte nach. Nur vier Minuten nach der Führung traf Milner mit einem Versuch von der Strafraumgrenze zunächst nur Aluminium, doch Salah nahm den Abpraller auf, umspielte Sa und schob zum bereits entscheidenden 2:0 für das Team von der Merseyside ein. Für Afrikas Fußballer des Jahres bedeutete der Treffer schon den 24 Treffer in Liverpools 26 vergangenen Pflichtspielen.

Porto erholte sich erst kurz vor der Pause von Liverpools effektiver Chancenverwertung. Bei einem Schuss von Tiquinho Soares muss der Ex-Mainzer Karius allerdings nicht eingreifen. Im zweiten Abschnitt bemühte sich Porto, das in der vergangenen Champions-League-Saison in der Runde der besten 16 am späteren Finalisten Juventus Turin gescheitert war, zwar mutiger um mehr Torgefährlichkeit. Doch die Versuche der in der heimischen Liga noch ungeschlagenen Iberer waren zumeist harmlos.

Ganz anders Liverpool. Gleich beim ersten ernsthaften Vorstoß in Portos Torraum nutzte Mane einen abermaligen Abpraller nach einem Schuss von Firmino zum 3:0. Ein weiteres Beispiel seiner imponierenden Effizienz lieferte Klopps Mannschaft beim 4:0, als Firmino eine Vorlage von Milner verwandelte. Mane besiegelte schließlich die Demütigung für die Platzherren. Porto hatte Liverpools Überlegenheit mit zunehmender Spieldauer immer weniger entgegenzusetzen und war mit den fünf Toren noch gut bedient. Nach ihrer desolaten Heimvorstellung dürfen sich die Portugiesen keinerlei Hoffnung mehr auf ein "Wunder von der Anfield Road" machen.

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Quelle: n-tv.de