Fußball

Medien sorgen sich um Weltmeister Kroos kontert Kritik mit Taten und Worten

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Toni Kroos hat kein Verständnis für die Kritik an seiner Form.

(Foto: dpa)

In der Nationalmannschaft und bei Real ist Toni Kroos unumstrittener Stammspieler. Eigentlich. Doch nach etwas zurückhaltenderen Leistungen dichten ihm spanische Medien ein Müdigkeits-Syndrom an. Der Kritisierte wehrt sich mit Taten und Worten.

Der geneigte Beobachter musste sich zuletzt ja ein bisschen Sorgen machen um Toni Kroos. Der Weltmeister sei ausgelaugt, war aus Spanien zu hören, die WM und die Nachwehen des Triumphes von Rio, mit denen Kroos besser als jeder andere zurechtzukommen schien, forderten jetzt angeblich doch ihren Tribut. Vermeintlicher Beweis: Die 1:2-Pleite von Kroos' Klub Real Madrid beim FC Barcelona.

Müde? Toni Kroos? Wer den "Nationalspieler des Jahres 2014" am Samstag in Tiflis beobachtete, bekam einen ganz anderen Eindruck. Weder die strapaziöse Saison mit Real, noch die vier Stunden Flug am Vortag von Frankfurt in die georgische Hauptstadt oder die drei Stunden Zeitverschiebung waren ihm da anzusehen. Kroos plauderte locker und gelöst über sich, die deutsche Nationalmannschaft und das EM-Qualifikationsspiel am Sonntag (ab 18 Uhr im n-tv.de-Live-Ticker) gegen Georgien.

Der deutsche Nationalspieler war zuletzt in die Kritik geraten, weil er nach zuvor meist herausragenden Leistungen bei Real nach Meinung der dortigen Medien deutlich abgebaut hatte. Der 25-Jährige nannte die Auswüchse der Berichterstattung in seiner Wahlheimat "extrem, aber das ist immer nur so schlimm, wie man es an sich heranlässt. Mich interessiert es eigentlich überhaupt nicht".

Er kenne seinen Körper sehr gut und könne sagen, "wenn ich eine Pause brauche. Gegen Australien musste ich das nicht tun, da hat es der Trainer selbst erkannt", sagte Kroos. Bundestrainer Joachim Löw hatte den kreativen Mittelfeldspieler wie andere Weltmeister beim 2:2 gegen den Asienmeister geschont. "Natürlich schadet so eine Pause nicht, ehe die Saison in die entscheidende Phase geht", sagte der "Nationalspieler des Jahres 2014", der in Georgien wieder zur Startelf gehören wird.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa