Fußball

"Nicht mehr verarschen lassen" Kühne pumpt erneut Millionen in den HSV

310a130c9b8bf03c49660d81bd3a12a3.jpg

Das nächste große Investment: Klaus-Michael Kühne will Hamburg eine erfolgreiche Zukunft erkaufen.

(Foto: dpa)

Klaus-Michael Kühne hat es offenbar satt. Der Anteilseigner des Bundesligisten Hamburger SV will endlich wieder guten Fußball an der Elbe sehen. Dafür stellt er dem Klub erneut richtig viel Geld zur Verfügung. Das zumindest erklärt Kühne-Kumpel Reiner Calmund.

Der Hamburger SV hängt offenbar weiter intensiv am finanziellen Tropf von Anteilseigner Klaus-Michael Kühne. Wie die "Bild" berichtet, will der 79 Jahre alte Milliardär dem angeschlagenen Fußball-Bundesligisten erneut mächtig Geld zur Verfügung stellen, um den Kader zu verstärken. Wie die Zeitung schreibt, soll es sich um bis zu 50 Millionen Euro für Neuzugänge handeln. Ob es sich dabei um ein Darlehen oder um eine Aufstockung seiner Anteile an der Fußball-AG des HSV handeln soll, ist unklar. Der HSV hat sich bisher nicht geäußert.

Reiner Calmund bräuchte mehr Zeit. Foto: Oliver Dietze

Der "Calli" hat da was verraten.

(Foto: dpa)

"Klaus-Michael Kühne will beim HSV keine Löcher mehr stopfen, sondern nur noch in entwicklungsfähige Spieler investieren. Er ist total erfolgsorientiert", sagte der ehemalige Bundesliga-Manager und Kühne-Vertraute Reiner Calmund der "Bild". Der Miliardär werde sich "in nächster Zeit" mit Klub-Verantwortlichen treffen "und das Nötige besprechen".

Neue Stars und Talente

Es gehe laut Calmund um "drei bis vier fertige Spieler sowie ein paar Talente". Vor vier Wochen soll es eine Beratung zwischen Kühne, Calmund, dem HSV-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer, Aufsichtsratschef Karl Gernandt und Spielerberater Volker Struth in Kühnes Hamburger Firmenzentrale gegeben haben. Dabei soll es nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" auch um die Personalie Peter Knäbel gegangen sein. Der Sportchef war am Montag wegen angeblich unterschiedlichen Zukunftsauffassungen entlassen worden.

Rund 69 Millionen Euro hat Kühne bereits durch Darlehen und Beteiligungen in den HSV gepumpt - nun wird offenbar nachgelegt. "Herr Kühne hat sehr deutlich gemacht, dass er endlich wieder besseren Fußball des HSV sehen will", sagte Calmund dem Hamburger Abendblatt. Kühne sei ein "glühender HSV-Fan, der endlich einen Fortschritt sehen will". Der Unternehmer wolle sich "nicht mehr verarschen lassen".

Kühne, der die Lizenz des Klubs im Sommer 2014 durch eine Bürgschaft über zehn Millionen Euro gesichert hatte, wolle sein Geld aber "nicht mehr für Lizenzen und Ähnliches" geben, sondern in die Mannschaft investieren, "sofern die Überlegungen Hand und Fuß haben". Zu seinem Engagement gehört der Kauf der Namensrechte am Stadion für 16 Millionen Euro. Die Arena heißt seit Sommer 2015 für vier Jahre wieder Volksparkstadion. Derzeit hält der 79 Jahre alte Milliardär elf Prozent an den HSV-Anteilen. Laut Satzung darf die AG 24,9 Prozent ihrer Anteile veräußern.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen