Fußball

Messi bei FIFA-Wahl geschlagen Lewandowski verteidigt Titel als Weltfußballer

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Am vergangenen Wochenende erzielte Lewandowski seine Bundesliga-Tore 298, 299 und 300.

(Foto: imago images/Passion2Press)

Stürmerstar Robert Lewandowski von Bayern München hat zum zweiten Mal in Folge den Fußball-Olymp erreicht. Der 33 Jahre alte polnische Nationalspieler wird wie bereits 2020 zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Lewandowski setzte sich im Rahmen der Gala "The Best FIFA Football Awards" gegen Rekordgewinner Lionel Messi von Paris St. Germain und Liverpools ägyptischen Ausnahmespieler Mohamed Salah durch.

Robert Lewandowski lächelte im schicken dunklen Anzug in die Kamera und nahm glücklich die kleine silberne Trophäe vom ersten Gratulanten Oliver Kahn entgegen. "Vielen, vielen Dank, ich fühle mich sehr geehrt", sagte der alte und neue Weltfußballer vom FC Bayern, der vom Weltverband FIFA zum zweiten Mal in Folge als bester Spieler des Jahres ausgezeichnet wurde. "Ich bin sehr, sehr stolz und fühle großes Glück", fügte der 33 Jahre alte Pole an und widmete den Preis auch seinen Teamkollegen. Anders als beim Ballon d'Or gewann Lewandowski dieses Mal gegen Superstar Lionel Messi.

In der vergangenen Saison hatte der Pole den Uralt-Torrekord von Bayern-Legende Gerd Müller für Tore in einer Saison von 40 auf 41 Treffer verbessert. Auch in der aktuellen Spielzeit trifft der Pole wieder, wie er will. Bei der EM im Sommer schied er mit Polen allerdings in der Vorrunde aus. Messi gewann dagegen mit Argentinien die Copa América und damit seinen ersten großen Titel im Nationaltrikot.

Als beste Spielerin der Welt wurde die Spanierin Alexia Putellas ausgezeichnet. "Dieser Preis ist für uns alle", sagte die 27-Jährige in Richtung ihrer Teamkolleginnen beim FC Barcelona. Eine davon, Jennifer Hermoso, hatte es wie auch die Australierin Sam Kerr ins Finale geschafft. Barcelona hatte im vergangenen Sommer das Endspiel in der Champions League gegen Chelsea mit 4:0 gewonnen, Putellas war bereits zu Europas bester Spielerin gewählt worden.

Haaland stürmt mit Messi und Ronaldo

Lewandowskis Bayern-Teamkollege Manuel Neuer verpasste dagegen seine zweite Auszeichnung zum FIFA-Welttorhüter des Jahres. Gewählt wurde Tuchels Chelsea-Torhüter Édouard Mendy, ins Finale hatte es außerdem Europameister Gianluigi Donnarumma (Paris Saint-Germain) geschafft. Neuer hatte die Wahl für das Jahr 2020 nach dem Triple-Triumph der Bayern gewonnen. Die deutsche Nationalspielerin Ann-Katrin Berger ging ebenfalls leer aus, Welttorhüterin ist stattdessen die Chilenin Christiane Endler (Olympique Lyon). Neben Endler und der 31 Jahre alten Berger vom FC Chelsea hatte es Stephanie Lynn Marie Labbe (Paris Saint-Germain) unter die letzten drei geschafft

Als beste Trainerin eines Frauen-Teams wurde die Engländerin Emma Hayes von Champions-League-Finalist FC Chelsea ausgezeichnet. Als Welttrainer des Jahres wurde Thomas Tuchel gewählt, beide Titel gingen somit an den Londoner Klub.

In der Weltelf der FIFA vertritt Lewandowski die Bundesliga gemeinsam mit Borussia Dortmunds Stürmer Erling Haaland. Das Duo bildet gemeinsam mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo den Angriff in der Auswahl, die nach Angaben der Spielergewerkschaft Fifpro von knapp 19.000 Profis gewählt wurde. "Ich bin glücklich", sagte der zugeschaltete Haaland. "Mein ganzes Leben schon liebe ich es, Spieler Tore schießen zu sehen, und es ist noch besser, sie selber zu schießen." Deutsche Spieler schafften es nicht in die Weltelf - auch bei den Frauen, wo zudem auch keine Bundesliga-Spielerinnen ausgewählt wurden.

Emotional wurde es während der Gala bei der Vergabe des Fairplay-Preises. Ausgezeichnet wurden die Nationalspieler sowie das medizinische Personal der dänischen Auswahl nach dem Drama um Starspieler Christian Eriksen. Der 29-Jährige war am 12. Juni 2021 während des EM-Gruppenspiels zwischen Dänemark und Finnland in Kopenhagen auf dem Rasen zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Die sichtlich schockierten dänischen Nationalspieler bildeten währenddessen einen schützenden Kreis um ihren Mitspieler. Der Fan-Award der FIFA ging an die dänischen und finnischen Fans.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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