Fußball

EM-Quali-Kracher gegen Holland Löw baut DFB-Elf um - und auf Erfahrung

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Bundestrainer Joachim Löw setzt das Experiment Fußballjugend forscht in Amsterdam nur mit Abstrichen fort.

(Foto: imago images / ActionPictures)

Auf doppelter Mission ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in den Niederlanden unterwegs. Es geht um Revanche für die 0:3-Schmach beim letzten Gastspiel - und einen optimalen Start in die EM-Qualifikation. Ein Erfolgsfaktor für Joachim Löw: weltmeisterliche Erfahrung.

Joachim Löw setzt bei der Reifeprüfung für seine verjüngte deutsche Fußball-Nationalmannschaft wieder auf mehr Erfahrung. Zum Auftakt der EM-Qualifikation am Sonntag (20.45 Uhr bei RTL und im Liveticker bei ntv.de) in Amsterdam gegen die Niederlande wird Kapitän Manuel Neuer wie beim 1:1 zum Jahresauftakt am Mittwoch in Wolfsburg gegen Serbien von Beginn an im Tor stehen und diesmal durchspielen. Davor werden aber einige Veränderungen erwartet. So wird 2014er Weltmeister Toni Kroos nach der Schonung in Wolfsburg "auf jeden Fall in die Mannschaft rücken", er ist laut Löw "für uns unverzichtbar".

Daneben habe er "weitere Überlegungen, aber eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen". Auch, ob er mit einer Dreier- oder Viererkette verteidigen lassen werde, wollte Löw nicht verraten: "Wir können beides." In Wolfsburg hatte der Bundestrainer jedoch durchblicken lassen, dass Antonio Rüdiger neben Niklas Süle verteidigen dürfte. Weil der gegen Serbien gute Debütant Lukas Klostermann (Muskelfaserriss) verletzt abreisen musste, dürfte auch Matthias Ginter ins Team rücken. Gut möglich, dass Löw dann wie beim jüngsten Treffen mit Oranje im vergangenen November in der Nations League in Gelsenkirchen (2:2) mit einer Dreierkette spielen lässt.

Im Mittelfeld neben Kroos wird Joshua Kimmich erwartet. "Das ist eine Konstellation, die ganz gut passt", sagte Kroos. Für Leon Goretzka und Ilkay Gündogan wäre dann trotz guter Leistungen in Wolfsburg kein Platz. Den Flankenschutz der defensiven Reihe dürften Thilo Kehrer und Nico Schulz übernehmen. Aus der Offensive sind die gegen Serbien sehr auffälligen Marco Reus und Leroy Sane nicht wegzudenken. Möglich aber scheint, dass Löw bei der Revanche für das beschämende 0:3 im vergangenen Oktober anstelle von Timo Werner den nach seiner Erkältung genesenen Serge Gnabry bringt.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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