Fußball

"Vertrauen vollkommen da" Löws Zukunft beim DFB ist schon entschieden

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Joachim Löw darf sich weiter Gedanken machen, wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Sommer erfolgreich sein kann.

(Foto: REUTERS)

Joachim Löw bleibt ungeachtet der schlimmen 0:6-Pleite in Spanien Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Darauf verständigten sich Löw, DFB-Präsident Fritz Keller und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff.

Das schlimme 0:6 gegen Spanien am Dienstagabend hat mit einem Schlag mächtig Schwung in die Personalie Joachim Löw gebracht. Der 60-Jährige ist seit 2004 beim DFB tätig, zunächst noch als Co-Trainer unter Jürgen Klinsmann, nach der Heim-WM dann alleinverantwortlich. Trotz eines mäßigen Länderspieljahres 2020 schien Löws Posten wenigstens bis zur Europameisterschaft im Sommer nicht ernsthaft gefährdet. Die Klatsche jedoch hat für Gesprächsbedarf gesorgt.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll sich die DFB-Spitze mit Präsident Fritz Keller und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff nach der Rückkehr nach Deutschland noch am Flughafen in München beraten haben - und im Beisein des Bundestrainers zum Schluss gekommen sein: Es geht weiter. Mit Löw. Kein Rausschmiss, kein Rücktritt. Über Löws Zukunft über 2021 hinaus hatte der Europameister von 1996 zuletzt nicht spekulieren wollen. "Den Weg, den der Bundestrainer eingeschlagen hat, gehe ich bis einschließlich der EM mit", hatte Bierhoff der FAZ gesagt.

Selbst die höchste Niederlage einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft seit 1931 hat Oliver Bierhoffs Haltung zum Bundestrainer anscheinend nicht erschüttert. "Das Vertrauen ist vollkommen da, absolut", sagte der DFB-Direktor schon direkt nach dem Spiel der ARD. Allerdings müsse die historische Nations-League-Schmach "knallhart" analysiert werden. "Da ist auch mangelnde Erfahrung der Spieler keine Ausrede", betonte Bierhoff: "Die vielen Abstimmungsprobleme in der Defensive, die wir auch vor diesem Spiel schon hatten, müssen wir abstellen."

Zuletzt hatte Deutschland ein Länderspiel am 24. Mai 1931 gegen Österreich mit sechs Toren Unterschied verloren (ebenfalls 0:6 in Berlin). Schon vor dem Spiel hatte Bierhoff Löw das Vertrauen ausgesprochen. "Ich bin von Jogi voll überzeugt und sehe, wie er diese junge Mannschaft wieder auf einen neuen Weg bringt", sagte er der ARD.

DFB-Präsident Keller erklärte, man habe "gestern in Sevilla einen schwarzen Abend erlebt, der weh getan hat. Den Zuschauern zu Hause, mir, dem Trainer, den Spielern. Ich war nach Abpfiff in der Kabine und habe die maßlose Enttäuschung aller gespürt. Aber auch den Willen, diesen Eindruck zu korrigieren."

Der Bundestrainer selbst hatte sich ohnehin schon nach dem Spiel unbeirrt gegeben: "Wir müssen die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Diese junge Mannschaft hat die Fähigkeit, sich so zu entwickeln, dass wir eine leistungsstarke, konkurrenzfähige Mannschaft haben, davon bin ich absolut überzeugt", meinte der 60-Jährige.

Quelle: ntv.de, ter