Fußball

Barça-Star verliert Contenance "Messi explodiert" nach Reporter-Frage

21254c7e9179f64fbf64e5425399d2cc.jpg

Messi würde sich wohl am liebsten verkriechen.

(Foto: AP)

Der FC Barcelona steckt in einer Krise, also steckt auch Lionel Messi in einer Krise. Er ist Star und Identifikationsfigur des katalanischen Fußballklubs - und das macht dem Argentinier zu schaffen. So sehr, dass er jetzt genug hat und seiner Wut Luft macht.

Lionel Messi ist das Gesicht des FC Barcelona. Kein Wunder also, dass er im Zentrum der Berichterstattung über den katalanischen Klub steht. Noch mehr, seit der Klub in der Krise ist. Und seitdem das Wechselgesuch des Argentiniers bekannt ist. Eine Situation, die dem 33-Jährigen offenbar sehr zusetzt.

Mit ungewöhnlich klaren Worten hat er nun seinen Zorn geäußert. "Ich habe es langsam satt, bei allem immer das Problem im Klub zu sein", sagte der 33 Jahre alte Stürmer bei der Ankunft in Barcelona nach zwei WM-Qualifikationsspielen mit der argentinischen Nationalelf in Südamerika. "Messi explodiert", titelte daraufhin "Mundo Deportivo".

Auf dem Flughafen der katalanischen Hauptstadt war der nach dem Interkontinentalflug sichtlich erschöpfte Profi am Mittwoch auf dem Weg zu seinem Wagen von einer Traube von Journalisten und Fans belagert worden. Dabei fragte ihn ein Medienvertreter, was er zu den Äußerungen eines Ex-Agenten seines französischen Teamkollegen Antoine Griezmann sage. Eric Olhats hatte den sechsfachen Weltfußballer heftig kritisiert und von einem "Terror-Regime" des Argentiniers gesprochen. "Du bist entweder für ihn oder gegen ihn." Zusätzlich hatte Olhats gegenüber France Football erklärt: "Er ist sowohl Kaiser als auch Monarch und hat Antoines Verpflichtung nicht wohlwollend gesehen."

Die Gereiztheit des Barça-Profis ließ sich allerdings auch auf die Reisestrapazen zurückführen. "Dazu kommt noch, dass ich mich nach einem 15-stündigen Flug bei den Zollbeamten wiederfinde. Es ist verrückt", sagte Messi weiter.

Nach der 2:8-Pleite gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League im Sommer hatte Messi versucht, den FC Barcelona ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages zu verlassen. Das sorgte für Reibungsverluste innerhalb des Klubs, in deren Rahmen Präsident Josep Bartomeu Ende Oktober zurücktrat. In der spanischen Primera División belegt das Team von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen mit elf Punkten aus sieben Spielen derzeit nur Platz acht. Nach einer Knie-Operation hatte ter Stegen erst Anfang des Monats gegen Dynamo Kiew (2:1) und Betis Sevilla (5:2) seine ersten Saisonspiele bestritten. Am Samstag steht das Topduell bei Atlético Madrid an.

Quelle: ntv.de, ara/dpa