Fußball

"Unhöflich zu einem Idioten" Mourinho beleidigt Hasenhüttls Co-Trainer

ec0ffec5a4bdd55a891127a0c8549c50.jpg

"Ich hatte üble Worte mit dem Kerl": José Mourinho.

(Foto: dpa)

José Mourinho redet nicht lange drumherum: "Ich hatte üble Worte mit dem Kerl." Warum er den Co-Trainer des FC Southampton bei einem Fußballspiel in der Premier League als Idioten bezeichnet, will der Coach von Tottenham Hotspur allerdings nicht sagen. Es gebe aber einen trifftigen Grund.

Tottenhams Trainer José Mourinho ist mal wieder seinem Ruf als "the special one" gerecht geworden. Nach dem 0:1 (0:1) seines Teams beim FC Southampton am Neujahrsabend bezeichnete der Portugiese einen Co-Trainer der Saints als "Idiot". Mourinho war während des Spiels zur gegnerischen Bank spaziert und hatte Southamptons Torwarttrainer Andrew Sparkes in die Notizen geschaut. Zudem lieferte er sich ein Wortgefecht mit Sparkes.

c6b383881b8656ee7bd10ca2888662ff.jpg

Diplomat: Ralph Hasenhüttl.

(Foto: Action Images via Reuters)

"Ich war unhöflich", gab Mourinho beim Sender BT Sport zu, "aber ich war unhöflich zu einem Idioten. Ich habe die Gelbe Karte absolut verdient. Ich hatte üble Worte mit dem Kerl." Was der Anlass für die Provokation und den Streit mit Sparkes war, wollte Mourinho nicht verraten. "Es gab natürlich einen Grund dafür", sagte er später am BBC-Mikrofon "Ich werde Ihnen das nicht sagen, aber es gab einen Grund für meine Reaktion."

Britische Medien spekulierten, Tottenhams Coach habe sich über angebliches Zeitschinden des FC Southampton geärgert. Southamptons Trainer Ralph Hasenhüttl, hierzulande bekannt aus seiner Zeit bei RB Leipzig, gab sich diplomatisch. "Ich möchte dazu nichts sagen. Ich habe eine sehr hohe Meinung von diesem Trainer, er hat so viel für den Fußball getan." Southampton verbesserte sich auf den zwölften Rang der Premier-League-Tabelle. Die Spurs belegen nach der unglücklichen Auswärtsniederlage, bei der der vermeintliche Ausgleichstreffer von Harry Kane in der 73. Minute aberkannt wurde, Platz sechs.

Kane muss verletzt raus

dd8c4a9f6c13e21f711d04494c6d6bf8.jpg

Auswechseln bitte: Harry Kane.

(Foto: REUTERS)

Kurz nach seinem zurückgenommenen Treffer musste Kane ausgewechselt werden. Der englische Nationalspieler verließ das St. Mary's Stadium auf Krücken. Für Tottenham ist das ein schwerer Schlag. "Harry Kane spielt jede Minute, er spielt immer", sagte Mourinho nach dem Spiel. Das Ausmaß der Verletzung konnte er noch nicht abschätzen. "Es könnte groß sein, es könnte klein sein. Auf jeden Fall wird er ausfallen. Das ist negativ. Oberschenkel ist immer negativ. Ist es ein Riss, eine kleine Sache, ein Wehwehchen? Das kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen."

Und wie geht's weiter? Tottenham tritt am kommenden Sonntag in der dritten Runde des FA Cups beim Zweitligisten FC Middlesbrough an. In der Liga empfangen die Spurs am Samstag darauf, am 11. Januar (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de), den ungeschlagenen Tabellenführer FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp. Im Achtelfinale der Champions League geht es im Februar gegen Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig.

Apropos Premier League: Mesut Özil kann alles am Ball - und manchmal gelingt ihm gar nichts. 2019 spielt der Ex-Nationalspieler für den FC Arsenal meist schlecht. Dabei braucht der sensible Hochbegabte einfach etwas Liebe, Lob und Aufmerksamkeit, damit er sein wahres Selbst findet. Den Text unseres Kollegen David Bedürftig finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, sgi/dpa