Fußball

Superstar denkt für Silvester um Neymars Partypläne rufen Justiz auf den Plan

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Neymar verstauchte sich kurz vor Weihnachten den linken Knöchel - und will deswegen mit seinem Physiotherapeuten den Jahreswechsel verbringen.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Nach offizieller Lesart soll es eine überschaubare Runde sein, mit der Neymar den Jahreswechsel vollzieht. Doch Medien berichten, dass der Fußballstar in den Vorbereitungen für eine Mega-Sause steckt - trotz Coronavirus-Pandemie. Jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein. Und der 28-Jährige denkt um.

Der Wirbel um seine angebliche Riesen-Party an Silvester hat Brasiliens Superstar Neymar anscheinend zum Umdenken gezwungen. Statt inmitten der Corona-Krise mit 150 Gästen in seinem Anwesen im unweit von Rio de Janeiro gelegenen Mangaratiba zu feiern, postete der Stürmer von Frankreichs Meister Paris St. Germain auf Instagram ein idyllisches Foto auf einer Jacht im 650 Kilometer südlich gelegenen Porto Belo. Im Gespräch mit dem TV-News-Portal G1 verkündete gleichzeitig sein Pressebüro nach tagelangem Schweigen: "Neymar wird keine Party veranstalten und hat auch keine gemacht."

Vielmehr plane der 28-Jährige, Silvester im noblen Seebad Balenario Camboriu, nicht weniger bekannt für seine Partys, zu verbringen. Jedoch forderte am Mittwoch die Staatsanwaltschaft sowohl beim Hauseigentümer Neymar sowie den Verwaltern der Luxus-Wohnsiedlung in Mangaratiba Aufklärung über die Mega-Party. Die Behörde verlangte von dem Fußballstar, dringend Klarheit über "die Anzahl der Gäste, die Organisation der Party und eventuelle Gesundheitsmaßnahmen zu schaffen."

Denn zuvor hatte eine Eventagentur eine Veranstaltung für 150 Personen bestätigt, ohne den Namen Neymar zu nennen. Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein bekannter Promi-Reporter, der gar von 500 geladenen Gästen schrieb. Auch wenn laut Agentur alle Vorsichtsmaßnahmen im Vorfeld und während der Party eingehalten würden, mit Ausnahme der Abstandsregeln natürlich, war der öffentliche Aufruhr in den vergangenen Tagen angewachsen. Schließlich ist Brasilien mit offiziell 194.000 Covid-19-Toten, allein 1224 am Mittwoch, weiterhin ein weltweites Epizentrum des Virus.

Feier mit dem Physiotherapeuten und der Familie

Medienberichten zufolge sollen in Neymars Villa angeblich sogar besondere Lärmschutzvorrichtungen installiert worden sein, damit die Nachbarn nicht durch seine Silvesterparty belästigt würden. Auch sei geplant gewesen, die Handys der Gäste am Eingang vorübergehend zu konfiszieren, damit sich kein Material von der Feier ins Internet verbreite. Trotz der in Brasilien herrschenden Corona-Beschränkungen wäre eine solche Party nicht grundsätzlich illegal, da der Bundesstaat Rio de Janeiro Feiern in Privatwohnungen nicht verboten hat.

*Datenschutz

Neymars Anwälte hatten bereits am Montag bestritten, dass eine Großfeier geplant sei. Sie teilten mit, der Fußballer wolle Silvester lediglich "mit seiner Familie, seinem Sohn und seinem Physiotherapeuten" verbringen. Neymar kuriert derzeit eine Verstauchung des linken Knöchels aus, die er sich kurz vor Weihnachten bei einem Liga-Spiel gegen Olympique Lyon zugezogen hatte.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/sid