Fußball

"Wird keine bequeme Zeit" ÖFB-Boss "warnt" vor Nationaltrainer Rangnick

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Ralf Rangnick hat mit der österreichischen Nationalmannschaft viel vor.

(Foto: IMAGO/PA Images)

Ralf Rangnick wird künftig für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft verantwortlich sein - und sein neuer Chef erwartet eine anstrengende Zeit des Wandels rund ums Team. Der neue Trainer habe bei der Europameisterschaft in Deutschland Großes vor.

Österreichs Fußball-Präsident Gerhard Milletich erwartet nach der Verpflichtung von Ralf Rangnick als neuen Teamchef zahlreiche Veränderungen rund um die Nationalmannschaft. "Das wird keine bequeme Zeit werden", sagte der Chef des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) in einer Medienrunde in Salzburg. "Aber das muss auch so sein. Wir brauchen neue Impulse. Wenn man die Chance hat, so einen Mann zu bekommen, muss man zugreifen."

Entscheidend bei den Vertragsverhandlungen mit dem derzeitigen Trainer des Premier-League-Klubs Manchester United sind nach Aussage des Funktionärs die Möglichkeiten der Nationalmannschaft gewesen und nicht das Geld. "Es muss jedem bewusst sein, dass ein Trainer Rangnick Veränderungen bringt. Wir haben bei den Spielern das Potenzial, dass wir eine echte Chance haben, was zu verändern", sagte Milletich.

Der ÖFB-Präsident bezifferte die finanziellen Möglichkeiten seines Verbandes mit 1:10 im Vergleich mit Premier-League-Klubs. Vorrangig habe Rangnick das Potenzial der Auswahl um Kapitän David Alaba gereizt, um mit ihr bei der Europameisterschaft 2024 in Deutschland erfolgreich zu sein. "Die Qualifikation für die EURO ist für ihn überhaupt kein Thema, er will in Deutschland bei der EURO aufmischen", betonte Milletich.

Pacult ätzt

Der 63-jährige Rangnick hatte am vergangenen Freitag einen Zweijahresvertrag als Teamchef unterschrieben. Sollte sich die Mannschaft für die EM 2024 qualifizieren, wird sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre bis zur WM 2026 verlängern.

Der frühere Bundesliga-Trainer Peter Pacult hat die Verpflichtung Rangnicks am Wochenende kritisiert. Es sei enttäuschend und unverständlich, dass das Amt zum dritten Mal in Folge nicht mit einem Österreicher besetzt worden sei, sagte der aktuelle Trainer von Austria Klagenfurt der "Kronen Zeitung". "Andi Herzog muss sich ja verarscht vorkommen, Peter Stöger wurde vertröstet. Wir sind irgendwie die einzige Nation, die nicht auf eigene Trainer setzt." Pacult, der in Deutschland unter anderem 1860 München trainiert hatte, fragte: "Für was bilden wir dann Jahr für Jahr neue Trainer aus, wenn sie dann eh nie infrage kommen?"

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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