Fußball

Pfiffe trotz Last-Minute-Tor Ohne Messi verharrt Barça im Krisenmodus

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Für Barcelona und Neuzugang Memphis Depay läuft es weiter nicht rund.

(Foto: imago images/NurPhoto)

Geld weg, Messi weg, Trainer Ronald Koeman bald auch? Nach Barcelonas Pleite gegen Bayern steht der Niederländer vor dem Spiel gegen Granada unter Druck. Die Gäste treffen früh, Barça antwortet in einer wilden Schlussphase. Der Punkt wird die Unruhe nicht vertreiben.

Der FC Barcelona hat nach der 0:3-Pleite zum Champions-League-Auftakt gegen den deutschen Fußball-Meister Bayern München nur mit Mühe in den heimischen Liga-Alltag zurückgefunden. Beim 1:1 (0:1) gegen den sieglosen FC Granada verhinderten die Katalanen mit dem deutschen Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen zwischen den Pfosten erst kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit eine Blamage und ihre erste Saisonniederlage.

Durch das glückliche Remis rückte Barcelona in der Tabelle mit einem Spiel Rückstand auf den siebten Rang vor. Allerdings hat der führende Rekordmeister und Erzrivale Real Madrid schon fünf Punkte Vorsprung.

Barcelona, wo der Druck auf Trainer Ronald Koeman durch die abermals schwache Vorstellung kaum nachlassen wird, wirkte erneut ideenlos und blieb weit hinter seinen Ansprüchen zurück. Erst mit der Brechstange retteten die Hausherren durch den Ausgleichstreffer von Ronald Araujo wenigstens einen Punkt, nachdem Barcelona der schnellen Gästeführung durch Domingos Duarte (2.) lange vergeblich hinterhergelaufen war.

Hohe Abfindung für Koeman?

"Ich habe keine Angst um meine Zukunft", hatte Koeman im Vorfeld der Partie gesagt: "Der Klub und der Präsident fällen die Entscheidung." Diese könnte auch durch eine Vertragsklausel beeinflusst werden. So berichteten spanische Medien in dieser Woche, dass der ehemalige Trainer der niederländischen Nationalmannschaft im Falle einer Entlassung eine Abfindung in Höhe von 13 Millionen Euro erhalten würde.

Geld, dass der finanziell angeschlagene Traditionsklub nicht hat. Erst in der vergangenen Woche hatte der Klub für die Saison 2021/2022 ein Budget in Höhe von 765 Millionen Euro abgesegnet. Gleichzeitig bestätigte Barça für die vergangene Saison Verluste in Höhe von 481 Millionen Euro. Präsident Joan Laporta hatte diese Größenordnung bereits im August angekündigt.

Barças Schulden liegen demnach bei 1,35 Milliarden Euro. Erst Anfang August hatte die spanische Liga die von Barca angestrebte Vertragsverlängerung mit Lionel Messi untersagt, obwohl der Superstar sogar auf die Hälfte seines Gehalts verzichtet hätte.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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