Fußball

Ausschreitungen in Jena Osnabrück marschiert, Karlsruhe beeindruckt

Benjamin Girth (l.) und dem VfL Osnabrück ist der Zweitliga-Aufstieg wohl nicht mehr zu nehmen. Girth traf zum entscheidenden 1:0 über Eintracht Braunschweig.

Benjamin Girth (l.) und dem VfL Osnabrück ist der Zweitliga-Aufstieg wohl nicht mehr zu nehmen. Girth traf zum entscheidenden 1:0 über Eintracht Braunschweig.

(Foto: imago images / osnapix)

Fußball-Drittligist VfL Osnabrück darf anfangen, die kommende Zweitliga-Saison zu planen, der Karlsruher SC kehrt auf einen direkten Aufstiegsplatz zurück. Und ein kriselnder ehemaliger Aufstiegs-Aspirant gewinnt am 32. Spieltag nach zwölf Spielen ohne Sieg. Beim Ostduell muss die Polizei eingreifen.

Der Karlsruher SC hat in der dritten Fußball-Liga im Aufstiegsrennen ein Ausrufezeichen gesetzt. Der frühere Europacup-Teilnehmer setzte sich am 32. Spieltag gegen die SpVgg Unterhaching mit 4:0 (0:0) durch und kletterte auf Rang zwei, mit nun 58 Punkten beträgt der Rückstand auf den souveränen Tabellenführer VfL Osnabrück allerdings neun Zähler.

Der Karslruher SC ist nach einer Woche wieder auf den direkten Aufstiegsplatz zurück gekehrt.

Der Karslruher SC ist nach einer Woche wieder auf den direkten Aufstiegsplatz zurück gekehrt.

(Foto: imago images / Carmele/tmc-fotografie.de)

Der VfL gewann das Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 (1:0), Benjamin Girth (23.) traf zum Tor des Tages. Damit weisen die Osnabrücker schon zwölf Punkte Vorsprung auf den SV Wehen Wiesbaden auf Relegationsplatz drei auf. Fortuna Köln hat derweil im zweiten Sonntagsspiel im Abstiegskampf in Unterzahl einen Sieg verpasst. Die Rheinländer kamen gegen Hansa Rostock am Ende trotz Führung über ein 1:1 (1:0) nicht hinaus.

SV Wehen Wiesbaden patzt

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte schossen Anton Fink (51.), Damian Roßbach (69.) und Marvin Pourie (73./85.) Karlsruhe zum deutlichen Sieg. Der KSC profitierte vom Ausrutscher der Wiesbadener, die beim FSV Zwickau mit 1:2 (1:2) unterlagen und auf Relegationsrang drei abrutschten. Wiesbaden muss nun zudem nach hinten schauen, der Hallesche FC gewann gegen die Würzburger Kickers mit 1:0 (1:0) und hat als Vierter nur noch zwei Punkte Rückstand. Björn Jopek (20.) hielt Halle mit seinem Treffer im Rennen um die ersten drei Plätze. Für den SVWW waren die zwei Gegentore durch Zwickaus Ronny König (1./29.) zu viel, nur Nicklas Shipnoski (3.) traf für den Aufstiegskandidaten. "Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt heute", sagte Wehens Coach Rüdiger Rehm, "wir waren nicht gallig genug, der Gegner war schneller unterwegs und besser".

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In Jena kam es nach dem Spiel zu Auseinandersetzungen, bereits im Stadion marschierte die Polizei auf.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Der einstige Aufstiegskandidat KFC Uerdingen kann indes doch noch gewinnen. Die Krefelder feierten beim 3:1 (3:0) bei den Sportfreunden Lotte den ersten Ligasieg im Jahr 2019 und beendeten eine Serie von zwölf Spielen ohne Erfolg. Nach der dritten Partie unter dem neuen Trainer Frank Heinemann ist der KFC nun Neunter. Uerdingen wurde durch den langjährigen Bundesligaprofi Maximilian Beister (5.), Connor Krempicki (27.) und Mario Erb (40.) erlöst, nur Jaroslaw Lindner (56.) traf für Lotte. Der 1. FC Kaiserslautern bleibt nach dem überraschenden 0:1 (0:0) gegen Schlusslicht VfR Aalen im Mittelfeld.

Im Tabellenkeller feierte der Vorletzte FC Carl Zeiss Jena zudem einen 2:1 (1:1)-Sieg gegen Energie Cottbus und rückte bis auf drei Zähler an den Konkurrenten heran. Nach dem Schlusspfiff war es zu Ausschreitungen gekommen. Etwa 20 Heimfans hatten laut Polizeiangaben drei Autos von Energie-Anhängern angegriffen, die dem Cottbuser Mannschaftsbus bei der Abfahrt gefolgt waren. Um die Lage zu klären, setzte die Polizei kurzzeitig Wasserwerfer ein. Außerdem wurden die Personalien möglicher Beteiligter und auch von Zeugen aufgenommen.

Quelle: n-tv.de, Thomas Weitekamp, sid

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