Fußball

Hertha in nächster Pokalrunde Paderborn feiert, Freiburg zittert

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Uwe Hünemeier hebt nach zwei Treffern gegen Ingolstadt ab.

(Foto: imago/DeFodi)

Den Zweitligavergleich im DFB-Pokal zwischen dem SC Paderborn und dem FC Ingolstadt entscheidet ein Rückkehrer mit zwei Toren fast im Alleingang. Hertha BSC reicht in Braunschweig ein Freistoß und eine sauberer Konter. Der SC Freiburg muss dagegen nachsitzen.

SC Paderborn - FC Ingolstadt 2:1 (2:0)

Der SC Paderborn hat das Zweitliga-Duell in der ersten Runde des Fußball-DFB-Pokals gegen den FC Ingolstadt für sich entschieden. Der Aufsteiger gewann die Neuauflage des Achtelfinales der vergangenen Saison (1:0) gegen die Schanzer mit 2:1 (2:0). Mann des Spiels war Doppel-Torschütze Uwe Hünemeier (34./44.). Die Gäste starteten zwar etwas besser, doch im Laufe der ersten Spielhälfte übernahmen die Paderborner vor 9427 Zuschauern in der Benteler-Arena das Kommando. Christopher Antwi-Adjej hatte die Führung nach einer halben Stunde auf dem Fuß, der 24-Jährige scheiterte aber alleinstehend vor dem österreichischen Torhüter Marco Knaller.

Kurz darauf durften die Gastgeber aber jubeln: Antwi-Adjej bediente Hünemeier mit einer Maßflanke, der Innenverteidiger brachte den Ball mit einem sehenswerten, aber abgefälschten Volleyschuss im Tor unter. Zehn Minuten später schlug der 32-Jährige erneut zu. Nach einem Eckball setzte er sich gegen drei Verteidiger im Luftkampf durch und schnürte per Kopf seinen Doppelpack. Sonny Kittel (76.) sorgte mit einem platzierten Freistoß ins Torwarteck noch einmal für Spannung, der Ausgleich gelang aber nicht mehr.

Eintracht Braunschweig - Hertha BSC 1:2 (0:1)

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Nach Plattenhardts Freistoß kann Keeper Engelhardt nur noch hinterherschauen.

(Foto: imago/Contrast)

Ein Traumtor von Marvin Plattenhardt und ein eiskalter Konter von Vedad Ibisevic haben dem Bundesligisten Hertha BSC den Einzug in die zweite Runde beschert. Die Berliner gewannen mit 2:1 (1:0) beim Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig. Zunächst brachte der Nationalspieler Plattenhardt den Favoriten durch einen Volleyschuss aus 25 Metern in Führung (38. Minute). Und als die Braunschweiger in der Schlussphase noch den Ausgleichstreffer durch Mergim Fejzullahu feierten (81.), traf Ibisevic im Gegenzug zum 2:1 (83.). Seit 33 Jahren träumt die Hertha davon, endlich einmal ein Pokal-Endspiel im heimischen Olympiastadion zu erreichen. Nach diesem glücklichen Erfolg in Braunschweig fehlen der Mannschaft von Trainer Pal Dardai dazu nur noch vier Siege.

Energie Cottbus - SC Freiburg 5:7 n.E. (0:0, 2:2)

Ausgerechnet Nils Petersen hat den SC Freiburg auf den Tag genau zwei Jahre nach seinem Fehlschuss im Olympia-Finale von Rio bei seinem Ex-Klub Energie Cottbus zum Sieg im Pokal-Krimi geführt. Petersen traf für den Bundesligisten beim 7:5 (2:2, 1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen im Erstrunden-Duell vom Punkt und half damit entscheidend, eine dicke Blamage beim Drittliga-Aufsteiger zu verhindern.

Petersen, der am 20. August 2016 beim 5:6 gegen Brasilien den vorentscheidenden Elfmeter vergeben hatte, verschoss am Montag bereits in der Verlängerung einen Strafstoß, traf im Nachsetzen per Kopf aber zum zwischenzeitlichen 2:1 (99.). Im Elfmeterschießen verwandelte Petersen als erster Schütze aber sicher. Fabio Viteritti (103.) beförderte Cottbus noch ins Elfmeterschießen. Der Brasilianer Marcelo de Freitas Costa (46.) hatte Energie zunächst in Führung gebracht, Mike Frantz (90.+1) kurz vor Ende der regulären Spielzeit ausgeglichen.

Quelle: n-tv.de, mba/sid/dpa