Fußball

Abschied von Real Madrid Pepe rechnet mit Trainer Zidane ab

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Pepe verlässt Real Madrid als Champions-League-Sieger.

(Foto: imago/Gribaudi/ImagePhoto)

Der portugiesische Fußball-Nationalspieler Pepe verlässt den Champions-League-Sieger Real Madrid. Sein Abschied nach zehn Jahren bei den Königlichen verläuft nicht ohne Groll. Er kritisiert vor allem Trainer Zidane.

Wenige Tage nach Real Madrids Triumph in der Champions League hat Innenverteidiger Pepe seinen Abschied vom spanischen Fußball-Rekordmeister bekanntgegeben. "Es ist sicher, dass ich nicht bei Real Madrid bleiben werde", sagt der 34-Jährige, der zehn Jahre lang für die Königlichen gespielt hat, dem Radiosender "Cadena Cope". "Es waren Jahre voller Stolz, in denen ich Körper und Seele für den Verein gegeben habe."

Die Entscheidung, Madrid zu verlassen, habe er bereits im Januar getroffen: "Als ich gesehen habe, dass die Dinge nicht rund liefen und das Verhalten des Clubs mir gegenüber nicht ideal war", sagt der Portugiese, der früher beim FC Porto unter Vertrag stand. Und Pepe spart auch nicht mit Kritik an Zinédine Zidane: "Was er für Madrid getan hat, ist spektakulär. Aber es gibt Dinge, die ich nicht verstehe, so etwa, warum ich aus dem Team verschwunden bin."

Zidane hatte beim Finale in der Königsklasse gegen Juventus Turin, das die Mannschaft von Weltmeister Toni Kroos 4:1 gewann, dem Franzosen Raphaël Varane den Vorzug gegeben. Pepe stand nicht einmal im Aufgebot. Der Portugiese hatte sich allerdings im April einen Rippenbruch zugezogen und fiel deswegen lange aus. Der Höhepunkt des Streits sei allerdings, dass "Zidane und Real Madrid schon wussten, dass ich den Klub verlassen werde, bevor ich davon wusste".

Der spanischen Tageszeitung "Marca" zufolge wechselt Pepe zum französischen Erstligisten Paris St. Germain. Er werde dort einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschreiben, heißt es. Der Spieler selbst will dies nicht bestätigen: "Es gibt viele Angebote, auch aus England." Zuvor war Pepe bereits mit Inter Mailand in Verbindung gebracht worden, aber auch mehrere chinesische Klubs sollen Interesse haben.

Quelle: ntv.de, ara/dpa