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Frankfurts Luka Jovic liegt gegen Ulm sinnbildlich für die ganze Mannschaft am Boden.
Frankfurts Luka Jovic liegt gegen Ulm sinnbildlich für die ganze Mannschaft am Boden.(Foto: imago/Jan Huebner)
Samstag, 18. August 2018

Frankfurt blamiert sich in Ulm: Regionalligist schmeißt DFB-Pokalsieger raus

Eintracht Frankfurt wird seinen Titel im DFB-Pokal in dieser Saison nicht verteidigen, das steht schon nach einem Spiel fest. In der ersten Runde unterliegt die Eintracht beim SSV Ulm aus der Regionalliga Südwest.

Eintracht Frankfurt ist als erster Titelverteidiger seit 22 Jahren in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Der Bundesligist verlor 1:2 (0:0) beim SSV Ulm aus der Regionalliga Südwest und muss eine Woche nach dem 0:5 im Supercup gegen den FC Bayern München bereits die zweite schmerzhafte Niederlage der Saison erklären. "Es ist eine große Enttäuschung, dass wir hier ausgeschieden sind nach einem richtigen Pokalfight. Wir waren zu inkonsequent, zu unentschlossen, so kam diese ärgerliche Niederlage zustande", so Neu-Trainer Adi Hütter. "Dass ich mir das anders vorgestellt habe ist klar. Am Ende des Tages muss man weiterkommen, egal wie. Ich bin hergekommen, um eine neue Mannschaft aufzubauen, dass das nicht von heute auf morgen geht ist klar."

Beim Ulmer Pokal-Comeback nach 17 Jahren Pause trafen Steffen Kienle (48. Minute) und Vitalij Lux (75.) vor 18.440 Zuschauern im ausverkauften Donaustadion. Goncalo Paciencia gelang in der 90. Minute nur noch der Anschlusstreffer für Frankfurt. Frankfurt wurden zusätzliche zwei Tore wegen Abseits aberkannt. Luka Jovic traf in der ersten Halbzeit den Pfosten, Lucas Torro in der zweiten.

Zuletzt war der 1. FC Kaiserslautern 1996 als Titelverteidiger in der ersten Runde gescheitert. Insgesamt ist Frankfurt der fünfte Verein nach Lautern, Werder Bremen (1994), Kickers Offenbach (1979) und dem Hamburger SV (1963), der als Pokalsieger in der ersten Runde ausscheidet.

Donaustadion erstmals seit 18 Jahren ausverkauft

Die Ulmer Mannschaft feiert ihren Triumph.
Die Ulmer Mannschaft feiert ihren Triumph.(Foto: imago/Jan Huebner)

Eine Woche vor dem Bundesligastart beim SC Freiburg steht Hütter bereits unter massivem Druck. Vor allem, weil seine Mannschaft sich gegen den Viertligisten lange Zeit keine Vorteile herausspielen konnte. Schon in der ersten Minute musste Eintrachts neuer Torwart Frederik Rönnow einen Schuss von Lennart Stoll an die Latte lenken, auch die zweite Gelegenheit der Partie ging nach neun Minuten auf das Konto des SSV - sehr zur Freude der Zuschauer im erstmals seit dem Bundesliga-Abschied vor 18 Jahren wieder ausverkauften Donaustadion.

Wie in der Regionalliga Südwest versuchten es die Ulmer von Trainer Holger Bachthaler mit einem überlegten Aufbauspiel, nutzten aber dennoch jede Gelegenheit für einen langen Ball zum Kontern. In der Liga reichte das bislang zu Siegen gegen Waldhof Mannheim, Kickers Offenbach und die TSG Balingen sowie Rang eins nach vier Spielen, im Pokal für massive Probleme beim Titelverteidiger. "Wir haben den Mut und die Lockerheit auf den Platz bekommen, die wir uns vorgenommen haben", sagte Bachthaler. "Wir mussten die ein oder andere brenzlige Situation überstehen, wir haben nicht unverdient, aber mit etwas Glück das Spiel gewonnen."

Die Frankfurter Profis versuchten mit langem Liegenbleiben nach Fouls den Ulmer Rhythmus zu unterbrechen. Bis zur ersten klaren Chance für die ohne den angeschlagenen Vizeweltmeister Ante Rebic angereisten Hessen dauerte es aber mehr als eine halbe Stunde. Sebastien Haller verpasste die Hereingabe von Danny da Costa. Zwei Minuten später scheiterte Luka Jovic am Pfosten (37.). Pech hatte Jovic in der 40. Minute, als sein Tor wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Eine knappe Entscheidung.

Ulm machte dennoch unbeirrt weiter - und belohnte sich mit der ersten Aktion nach der Pause. Steffen Kienle stand nach einem Freistoß am besten und schoss den Ball nach einem Pfostenkopfball von Ardian Morina aus kurzer Distanz ins Netz. In der Liga hat der 23 Jahre alte Stürmer bereits drei Tore erzielt. Frankfurt wurde zielstrebiger und kam zu guten Chancen. Neuzugang Torro traf den Pfosten (65.), Jovic scheiterte frei vor SSV-Torwart Christian Ortag (74.). Dann konterte Ulm, Lux traf - und der Titelverteidiger war draußen.

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Quelle: n-tv.de