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Sein bisher letztes Länderspiel: Marco Reus am 29. März 2016 beim 4:1 gegen Italien in München.
Sein bisher letztes Länderspiel: Marco Reus am 29. März 2016 beim 4:1 gegen Italien in München.(Foto: imago/Laci Perenyi)
Mittwoch, 03. Januar 2018

Erst BVB, dann WM mit DFB?: Reus trägt mal wieder die Hoffnung

Marco Reus mit dem DFB-Team bei einem großen Turnier? Das wäre doch mal was. Sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss könnte er bei der Dortmunder Borussia zum Auftakt der Rückrunde seine Wiederkehr feiern. "Er hat uns an allen Ecken und Enden gefehlt."

Marco Reus posierte mit den Fans noch für ein paar Selfies, dann stieg er mit breitem Grinsen an Bord des Fluges EW1909 Richtung Marbella. Die Leidenszeit des Nationalspielers soll nach siebenmonatiger Verletzungspause nun vorbei sein. Jetzt will Reus mit der Dortmunder Borussia in der Bundesliga und der Europaliga endlich durchstarten.

In Dortmund gibt es tatsächlich einen Flughafen.
In Dortmund gibt es tatsächlich einen Flughafen.(Foto: imago/DeFodi)

Und dann findet ja auch noch ab dem 14. Juni dieses Fußballturnier in Russland statt. Die Weltmeisterschaft ist sein großes Ziel. Joachim Löw scheint durchaus bereit, Reus einen Platz im Kader freizuhalten. "Das würde ich mir wünschen, wenn er in eine gute Form kommt. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", hatte der Bundestrainer jüngst gesagt. Das wäre ja mal was: Marco Reus mit dem DFB-Team bei einem großen Turnier. Die WM 2014 in Brasilien und die Europameisterschaft 2016 in Frankreich hatte er verpasst - weil er verletzt war. Nun also trägt er wieder die Hoffnung; die der Nationalmannschaft, die seines Vereins und nicht zuletzt seine eigene.

"Er hat uns an allen Ecken und Enden gefehlt", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Ein wenig Geduld ist aber noch gefragt. Reus könnte nach seinem im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) erlittenen Kreuzbandriss im Februar sein lang ersehntes Comeback beim Tabellendritten geben, der als letzter Bundesligist die Vorbereitung auf die Rückrunde aufnahm. Im Trainingslager in Spanien bis zum 9. Januar soll der 28 Jahre alte Nationalspieler zumindest Teile des Teamtrainings absolvieren.

Piszczek ist fest eingeplant

Bei anderen etablierten Kräften geht es schneller. Trainer Peter Stöger kann wieder auf den schmerzlich vermissten Außenverteidiger Lukasz Piszczek nach dessen Außenbandanriss im rechten Knie setzen. "Er ist ein absolut stabilisierender Faktor in unserer Mannschaft", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Piszczek ist fest für den Rückrundenauftakt am 14. Januar gegen den VfL Wolfsburg eingeplant, bei Mario Götze nach einem Bänderteilriss und Gonzalo Castro nach einem Außenbandriss besteht Hoffnung. "Mario ist mit seiner Qualität und Persönlichkeit ein wichtiger Faktor", sagte Stöger, der aber "keinen Druck" aufbauen will.

Für den Nachfolger des nach einer Negativserie entlassenen Peter Bosz geht es in Marbella in erster Linie darum, die Mannschaft zu stabilisieren und an der Taktik zu feilen. "Die Spieler haben eine solche Qualität, dass ich glaube, dass man sie nur daran erinnern muss, dass es diese Laufwege gibt", sagte Stöger, der sich von den Spielen gegen den Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf am 6. Januar und den belgischen Pokalsieger SV Zulte Waregem am 8. Januar Erkenntnisse erhofft. Dann ist auch Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang wieder dabei. Der Gabuner fehlte zwar beim Abflug und der ersten Trainingseinheit am Nachmittag, doch nach seiner Teilnahme an der Gala zur Preisverleihung zu "Afrikas Fußballer des Jahres" stößt er am Freitag zur Mannschaft.

Diese könnte ihr Gesicht zum Start in die zweite Saisonhälfte, in der es für den BVB um die erneute Qualifikation zur Champions League und den möglichen Titel in der Europaliga geht, noch verändern. So gilt Innenverteidiger Manuel Akanji vom FC Basel trotz gestiegener Ablösesumme als ernsthafter Kandidat für die wacklige Defensive. Andre Schürrle, Neven Subotic, Sebastian Rode oder Erik Durm könnten die Schwarz-Gelben hingegen verlassen.

Quelle: n-tv.de