Fußball

BVB-Jungstar stiehlt die Show Rooneys "Goodbye" besiegelt eine Ära

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Wayne Rooney ist jetzt kein Nationalspieler mehr.

REUTERS

Wayne Rooney muss sich um die Zukunft der englischen Fußball-Nationalmannschaft wohl keine Gedanken machen. Beim Abschied spielt der 33-Jährige bereits mit seinem potenziellen Nachfolger zusammen: Jadon Sancho, Shootingstar von Borussia Dortmund.

Nach 58 Minuten wurde es am Donnerstagabend in Wembley so laut wie sonst kein zweites Mal an diesem Abend. Wayne Rooney betrat den heiligen Rasen dieser Kathedrale des Fußballs. Ein letztes Mal im weißen Trikot mit den drei Löwen auf der Brust, ein letztes Mal mit der Kapitänsbinde am linken Arm. Die etwa 60.000 Zuschauer feierten ihn enthusiastisch, und am Ende der 32 letzten Minuten seiner Karriere in der Nationalmannschaft hätte ihr Rekordtorschütze fast noch einen Treffer erzielt.

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Jadon Sancho verzückt ganz Wembley.

(Foto: Action Images via Reuters)

Wembley erlebte einen denkwürdigen Abend. Wegen Rooney, 33 Jahre alt, 120 Länderspiele, 54 Tore und ein Jahr nach seinem Rücktritt jetzt auch offiziell ein ehemaliger Nationalspieler. Vor allem aber wegen Jadon Sancho. Beim 3:0 (2:0) gegen die USA, seinem zweiten Länderspiel, dem ersten von Beginn an, erzielte der Angreifer von Borussia Dortmund keinen Treffer, spielte aber über 90 Minuten meist so atemberaubend, dass er die Beobachter verzückte und zum Schwärmen brachte.

"Wayne Rooney", schrieb der "Guardian", "muss sein jugendliches Ich in Jadon Sancho gesehen haben. Er verlässt diese Bühne mit der Gewissheit, dass der Stab an würdige Nachfolger übergeben wurde." 32 Minuten standen die Vergangenheit und die Zukunft der Three Lions gemeinsam auf dem Rasen, es waren 32 Minuten, die Sancho und Rooney erkennbar genossen. "Zusammen mit Wayne Rooney zu spielen, ist ein Traum, der wahr geworden ist. Er ist eine Legende und ein Vorbild für mich", sagte Sancho.

"Es war ein brillantes Jahr"

Sancho war zwei Jahre alt, als Rooney sein Debüt für England gab. An diesem für beide so denkwürdigen Abend fühlten sich dann viele an den Rooney von damals erinnert. An einen jungen Angreifer, der dem darbenden Mutterland des Fußballs Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben sollte. "Aber Rooney war eine Reise ohne Landkarte", merkte der "Guardian" an. Heißt: England hatte keinen Plan. Sancho hat es da besser: Dank Teammanager Gareth Southgate, der konsequent auf die Jugend setzt.

In der Anfangsformation der Engländer standen am Donnerstag sieben Spieler, die 25 Jahre alt oder jünger sind. Die Treffer erzielten Jesse Lingard (25./25 Jahre), Trent Alexander-Arnold (27./20) nach wunderbarer Vorlage von Sancho (18) sowie in der etwas mäßigen zweiten Halbzeit Debütant Callum Wilson (77./26). Rooney war beeindruckt. England habe "eine großartige Gruppe junger Spieler" mit einer verheißungsvollen Zukunft, die noch dazu "brillant gecoacht" werde, sagte er.

Nach dem Abschiedsspiel für Rooney wird es am Sonntag nochmal ernst für die Engländer. Am letzten Spieltag ihrer Nations-League-Gruppe mit Spanien und Kroatien treffen sie in einer Neuauflage des WM-Halbfinals auf Kroatien. Ein Sieg, und die Three Lions stehen im Halbfinale des Wettbewerbs. Sie könnten auch noch absteigen, aber Southgate betont: "Egal, was am Sonntag passiert. Es war ein brillantes Jahr."

Quelle: n-tv.de, Thomas Häberlein, sid

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