Fußball

"Das gehört sich einfach nicht" Rummenigge schimpft weiter über Bierhoff

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Nachgelegt.

(Foto: Kevin Voigt/Jan Huebner/Pool)

Karl-Heinz Rummenigge kommt auch bei der Klub-WM nicht zur Ruhe. Weil DFB-Direktor Oliver Bierhoff sich nach Ansicht des Bayern-Chefs zu sehr in Klubangelegenheiten einmischt, weist er ihn zurecht. Immerhin der Abflug-Ärger scheint abgehakt.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom Fußball-Rekordmeister Bayern München hat im Zwist mit Oliver Bierhoff nachgelegt und dem DFB-Direktor empfohlen, vor der eigenen Haustüre zu kehren. "Ich habe überhaupt kein Problem mit Oliver, aber ich finde es nicht gerade gut, dass er in diversen Interviews die aus seiner Sicht schlechte Nachwuchsarbeit auch den Bundesligaklubs in die Schuhe schiebt. Und auch bei unserem Trainer Zukunftspläne kundtut. Das gehört sich einfach nicht", sagte Rummenigge bei "Bild".

Der FC Bayern halte sich beim Deutschen Fußball-Bund "weitestgehend raus. Da gibt es genug kritische Ansätze im Moment, aber das tun wir nicht, wollen und werden wir nicht", betonte Rummenigge und ergänzte: "Entsprechend sollte er sich um seine Dinge kümmern. Der Job beim DFB verlangt anspruchsvolles Zupacken. Das würde ich auf jeden Fall empfehlen."

Rummenigge hatte den Streit vor einigen Tagen in einem Interview bei Sport1 losgetreten und Bierhoff dort vorgeworfen, er sei "illoyal" gegenüber Bundestrainer Joachim Löw und an vielem selbst schuld, was er jetzt anderen vorwerfe. Bierhoff hatte sich daraufhin in der ARD-Sportschau "überrascht" gezeigt und Rummenigge ermahnt, er solle "bei den Fakten bleiben". Außerdem meinte er: "Die Zeiten des Muskeln spielen lassens sind auch irgendwie vorbei."

Bierhoff entgegnete ebenfalls bei "Bild live", ihn habe "die Heftigkeit" des Angriffs überrascht: "Mir Illoyalität vorzuwerfen, verwundert mich schon." Er habe "volles Vertrauen in Jogi Löw und gehe auch davon aus, dass er seinen Vertrag bis 2022 erfüllen wird." Aber er halte Flick nunmal ebenfalls für fähig, eine Nationalelf zu betreuen.

Rummenigge berichtete weiter, der Münchner Ärger über die Probleme bei der Anreise zur Klub-WM in Katar sei "verraucht. Wir haben uns fürchterlich geärgert. Wegen 30 Sekunden so eine Entscheidung zu fällen - es ist ja nachvollziehbar, dass das von uns als lächerlich empfunden wurde. Aber es ist passiert, das ist abgehakt." Dem Flieger des FC Bayern war nach dem Freitagsspiel bei Hertha BSC um kurz nach Mitternacht mit Hinweis auf das Nachtflugverbot die Freigabe für den Abflug nach Katar verweigert worden, weshalb der Rekordmeister erst mit sieben Stunden Verspätung am Morgen aufbrechen konnte.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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