Fußball

Auch China stürmt Ticket-Server Russische Hacker greifen Bundesligisten an

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Hacker aus Russland und China attackierten den Ticket-Server des Bundesliga-Aufsteigers Arminia Bielefeld.

(Foto: picture alliance/dpa)

Cyber-Crime trifft das Fußball-Oberhaus: Nach Angaben des Bundesliga-Aufsteigers Arminia Bielefeld haben Hacker aus Russland und China einen Störangriff auf sein Ticket-System unternommen. Daten sollen das eindeutig beweisen. Der Server bricht zusammen, die Arminia spricht mit der Polizei.

Das hat es auch noch nicht gegeben: Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld hat einen Störangriff auf seinen Ticket-Server nach Russland und China zurückverfolgt. "Es gibt immer Scharlatane, die sich im Netz bewegen. Die haben sich eingeklinkt in der Hoffnung, bei uns was abfischen zu können", sagte Präsident Hans-Jürgen Laufer. "Das ist passiert - aus Russland und China. Das ließ sich aus den Daten eindeutig ersehen."

"Wir hatten mit einem Ansturm gerechnet, aber nicht mit einem solchen. Deswegen ist unser Server in die Knie gegangen und stellt uns momentan vor arge Probleme", hatten die Ostwestfalen zunächst bei Twitter geschrieben. Die Arminia hatte das Registrierungsfenster für Online-Tickets verlängert und mitgeteilt: "Der DSC wird mit Nachdruck versuchen, das Problem zu lösen", teilte der Klub mit.

"Das konnte gar nicht sein"

Was war passiert? Beim Versuch, eine Registrierung für das erste Bielefelder Bundesliga-Heimspiel seit elf Jahren (am Samstag, 15.30 Uhr, gegen den 1. FC Köln) zu ermöglichen, war der Server laut Geschäftsführer Markus Rejek "unter weit mehr als 100.000 Zugriffen" zusammengebrochen.

Dann aber regte sich Skepsis im Verein: "Wir haben nur 14.000 Mitglieder", sagte Laufer, "das konnte also gar nicht sein." Der Störangriff wurde aufgedeckt und bis nach Russland und China zurückverfolgt. Auf eine Anzeige habe der Verein nach Rücksprache mit der Polizei verzichtet.

Die Arminia behob den Schaden und setzte den Prozess neu auf. Gegen Köln planen die Ostwestfalen mit 5400 Zuschauern, aufgeteilt auf Dauerkarteninhaber (74 Prozent), Sponsoren (14 Prozent) und sonstige Berechtigte (12 Prozent, beispielsweise Rollstuhlfahrer und Mitglieder der Abteilungen). 9700 Dauerkarteninhaber bewerben sich wohl auf die Tickets, nach Informationen der "Neuen Westfälischen" aber auch noch bis zu 1800 weitere Berechtigte, aus Russland und China aber wohl niemand mit ernsthaftem Interesse. Am ersten Spieltag hatte der Erstliga-Rückkehrer einen 1:1-Einstand bei Eintracht Frankfurt gefeiert.

Quelle: ntv.de, dbe/sid