Fußball

Liverpool will 20 Millionen mehr Salihamidžić muss bei Traum-Transfer nachlegen

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Mo Salah (l.) und Sadio Mané nach dem Gewinn des FA-Cups im Mai. Im Hintergrund hat jemand eine Maske über dem Kopf.

(Foto: picture alliance / empics)

Sadio Mané und der FC Bayern München. Was das für ein Transfer für den Rekordmeister wäre. Ein echtes Statement, auch für Sportvorstand Hasan Salihamidžić. Der immer ein wenig belächelt wird, dem hier ein Befreiungsschlag gelingen könnte. Doch Jürgen Klopp und Liverpool verlangen Geld, viel Geld.

Der FC Bayern München will Sadio Mané verpflichten und der 30-jährige Senegalese in die Bundesliga wechseln. Die Verhandlungen sollen weit vorangeschritten sein. Von einem Dreijahresvertrag ist die Rede. Das Gehalt soll sich bei ungefähr 20 Millionen Euro einpendeln. Alles ganz einfach also?

Ja, sagen die Medien, die dem FC Bayern nahestehen. Der Rekordmeister möchte gerne eine Ablösesumme von rund 30 Millionen an den aktuellen Mané-Klub FC Liverpool überweisen. So wie es der Klopp-Klub 2020 für Thiago getan hatte. Aus alter Freundschaft und weil es damals so wenig Hickhack gab. Verständlich natürlich, aus Bayern-Sicht und auch aus Spieler-Sicht. Nein, sagen aber die Medien, die über den FC Liverpool berichten. Die Bayern haben die Rechnung ohne den Champions-League-Finalisten gemacht. Die natürlich wenig Interesse daran haben, einen ihrer Topstars zu verschenken. Gerade, da ihnen im nächsten Sommer ein weiterer Rückschlag droht.

Die Sache mit Salah

Wie das Online-Magazin "The Athletic" diese Woche berichtet, soll nämlich der ägyptische König in Diensten der Reds, Mohamed Salah, mit einem ablösefreien Abgang im kommenden Sommer liebäugeln. Nicht, um in einer anderen Liga einen neuen Anlauf zu nehmen, sondern um einen Konkurrenten in der englischen Premier League mit seinen Talenten zu bereichern.

Wenn auch der erste Gedanke da in Richtung Manchester City geht, ist auch ein Wechsel zum Saudi-Klub Newcastle United durchaus vorstellbar. Die Magpies werden in den kommenden Jahren mit großer Gewissheit in die Riege der englischen Topklubs eindringen. Ein Ägypter als Aushängeschild für den sich an saudischem Blutgeld labenden Verein ist eine Option.

So also wollen die Reds mit ihrer für englische Verhältnisse konservativen Transferpolitik - sie haben seit Klopps erster voller Transferperiode im Sommer 2016 ein wenig über 200 Millionen Euro mehr ausgegeben als eingenommen, Konkurrent Manchester City hingegen liegt bei über 600 Millionen Euro - Mané nicht unter Wert verkaufen. Der hat noch einen Vertrag bis 2023 und ist einer der derzeit besten Spieler der Welt.

Bayern muss nachlegen

In der gerade abgelaufenen Spielzeit absolvierte der Senegalese 51 Spiele für die Mannschaft von Jürgen Klopp, erzielte dabei 23 Tore und bereite fünf weitere Treffer vor. In seinen bislang 269 Pflichtspieleinsätzen seit seinem Wechsel vom FC Southampton zu Liverpool im Sommer 2016 erzielte er 120 Tore und war an weiteren 48 als Assistgeber beteiligt.

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Und so würde der FC Liverpool erst ab einer Ablösesumme von ungefähr 50 Millionen Euro überhaupt mit einem anderen Klub reden, berichtet das "Liverpool Echo". Eine Ablösesumme, die weit, weit entfernt von den derzeitigen Vorstellungen der Bayern liegt, die laut "Bild"-Zeitung eventuell noch über eine erfolgsabhängige Bonuszahlung von rund zehn Millionen Euro reden wollen. Dann würden beide Vereine bei diesem Transfer, der so gigantisch wichtig für die Bayern und die Bundesliga, in der kaum noch Stars auflaufen, wäre, immer noch weit auseinanderliegen.

Dann wäre noch eine ganz andere Problematik: Die Reds, so ist zu lesen, wollen erst einen Nachfolger für den ehemaligen Spieler von RB Salzburg verpflichten. Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidžić und die anderen Führungskräfte des Rekordmeisters kennen diese Problematik eines abgebenden Vereins aus eigener Erfahrung nur zu gut. Erst kürzlich gestand Uli Hoeneß im Interview mit RTL/ntv, dass der Rekordmeister bislang keinen Spieler auf dem Radar hat, der den ebenfalls mehr als wechselwilligen Robert Lewandowski ersetzen könnte.

Quelle: ntv.de, sue

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