Fußball

Bundesliga-TV-Rechte Samstagsspiele bei Sky, der Rest bei Dazn

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Die Fußball-Bundesliga wird weiterhin wohl bei Sky und Dazn übertragen.

(Foto: Peter Schatz / Pool )

Der Pay-TV-Sender Sky und die Streaming-Plattform Dazn machen offenbar die Übertragung der Fußball-Bundesliga der kommenden Saisons unter sich aus. Sky legt den Fokus auf den Samstag und die Englischen Wochen. Dazn bekommt 106 Partien am Freitag und Sonntag - geht bei der 2. Liga aber leer aus.

Die Livespiele der Fußball-Bundesliga werden offenbar auch weiterhin bei Sky und Dazn zu sehen sein. Wie die "Bild am Sonntag" und der "Kicker" berichteten, soll sich Pay-TV-Sender Sky bei der Auktion der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Spielzeiten von 2021/2022 bis 2024/2025 die Rechte an den Spielen am Samstagnachmittag sowie den Wochenspieltagen (Dienstag und Mittwoch), der Relegation zur Bundesliga und den Konferenzen gesichert haben. Die Rechte an den 106 Freitags- und Sonntagsspielen gingen demnach an die Streaming-Plattform Dazn. Der amerikanische Online-Gigant Amazon habe sich den Berichten zufolge hingegen bei den Live-Paketen überraschend zurückgehalten.

Die Zusammenfassungen im Free-TV sollen weiter bei der ARD-"Sportschau" zu sehen sein und auch das Aktuelle Sportstudio im ZDF soll laut der Deutschen Presse-Agentur bis 2025 die Bundesliga-Highlights zeigen. Die Livespiele der 2. Liga sollen laut "Kicker"-Informationen komplett bei Sky laufen, die neu eingeführten Partien am Samstagabend (20.30 Uhr) parallel im Free-TV bei Sport1. Am Montag wird DFL-Geschäftsführer Christian Seifert die Ergebnisse der Auktion erst auf der Mitgliederversammlung präsentieren und anschließend der Öffentlichkeit.

Sky unter Druck

Die vorherige Auktion für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 hatte insgesamt 4,64 Milliarden Euro eingebracht. Infolge der Coronakrise wird nun jedoch über einen Einnahmerückgang spekuliert. Der "Kicker" hatte bereits von "hohen Mindereinnahmen" berichtet und schrieb am Sonntag von "maximal zwischen 4,2 und 4,4 Milliarden Euro". Eine erneute Steigerung von mehr als 80 Prozent, so wie vor vier Jahren, hatte Seifert im Vorfeld als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet.

Vor allem Sky war vor der Bundesliga-Ausschreibung enorm unter Druck. Nach dem Verlust der TV-Rechte an der Champions League musste der seit Jahren wichtigste Partner und Finanzier der Liga zumindest bei der Auktion für die heimische Liga Erfolg haben. Beim Unternehmen hieß es dazu zuletzt: "Sky ist die Nummer 1 für alle Sportfans - heute und in Zukunft. Grundlage hierfür sind exklusive Sportrechte. Wie in der Vergangenheit auch gehen wir optimal vorbereitet in die kommende Ausschreibung."

Ursprünglich sollte die Auktion bereits im April beginnen und Anfang Mai abgeschlossen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zeitplan für das Wettbieten aber gestoppt. Die DFL hatte nach eigener Aussage in Absprache mit den Interessenten die Auktion nicht noch weiter nach hinten verschoben.

Quelle: ntv.de, dbe/sid