Fußball

"Bayern ist eine Piss-Mannschaft" Schatzschneider pöbelt gegen Pep und Co.

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Spricht man Dieter Schatzschneider auf den FC Bayern an, wird es sicherlich unterhaltsam.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der FC Bayern München ist Deutscher Meister. Doch seit dem feststehenden Titel kickt das Fußballteam mächtig uninspiriert. Das sorgt für Ärger. Dieter Schatzschneider platzt der Kragen. Die 96-Legende pöbelt gegen den FCB, doch das kommt gar nicht gut an.

Dieter Schatzschneider hat seine guten Manieren mal kurz auf die Seite gelegt. Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ist eben keine Zeit für die feine Etikette. "Bayern ist eine Piss-Mannschaft", diktierte der Rekord-Torschütze von Hannover 96 einem verdutzten "Bild"-Reporter in den Block. Und der wollte kaum glauben, was er da eben gehört hatte. Hat Dieter Schatzschneider wirklich "Piss-Mannschaft" gesagt? Und meinte er damit wirklich den FC Bayern München? Jawohl, hat er so gesagt, hat er so gemeint. Auch auf Nachfrage.

Bei seinem Ex-Klub, für den er heute noch als Talent-Scout arbeitet, kam die Meinung über den FCB erwartungsgemäß übrigens gar nicht gut an. "Hannover 96 erklärt, dass die Aussage Dieter Schatzschneiders über den FC Bayern ausschließlich seine persönliche Meinung darstellt", heißt es in einer Mitteilung via Twitter. Schatzschneiders Wortlaut sei demnach "völlig inakzeptabel".

Und dennoch stellt sich eine Frage mit ganz hoher Dringlichkeit: Was ist denn da los? Warum denn so böse? Die Antwort ist ganz einfach. Durch den Sieg des SC Freiburg gegen die Bayern am vergangenen Samstag hat sich der Abstiegskampf vor dem letzten Spieltag deutlich verschärft - und die Situation für Schatzschneiders Ex-Klub Hannover verschlechtert. Am letzten Spieltag kommt es nun zum direkten Duell zwischen den Niedersachsen und dem Klub aus dem Breisgau. Um sicher die Klasse zu halten, muss 96 dreifach punkten.

In Plauderlaune legt Dieter nochmal nach

Und Schatzschneider, einmal in pöbelnder Plauderlaune, wütet weiter gegen den FCB: "Den Trainer würde ich sofort nach Hause schicken! Der kann seine Mannschaft gegen Freiburg nicht motivieren. Wenn das der beste Trainer der Welt ist, dann falle ich um." Wittert der 57-Jährige etwa Wettbewerbsverzerrung? Er wäre damit nicht alleine. Die schlappen Auftritte des alten und neuen Deutschen Meisters - drei Niederlagen in Serie seit dem feststehenden Titelgewinn - haben für großen Ärger gesorgt.

"Bisher waren die Bayern ein Vorbild was Professionalität angeht, aber diese Professionalität sieht man in den letzten Wochen nicht", klagte beispielsweise Wolfsburgs Manager Klaus Allofs am Sonntag bei Sport1. "Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie sie die Punkte zuletzt teilweise hergeschenkt haben oder unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Ich verstehe schon, dass einige Clubs mächtig sauer sind."

Ins gleiche Horn wie Allofs stößt auch Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner mit seiner Meinung zu den "Mia-san-mia"-Verlierern: "In der Regel werden in der Liga alle von den Bayern hingerichtet, plötzlich ist es anders", sagte er und fügte ziemlich sarkastisch an: "Möglicherweise stellen bald vier oder fünf Vereine den Antrag, gegen die Bayern nur in den letzten Spielen zu spielen.

Quelle: ntv.de, tno