Fußball

Enrique-Team vergibt Chancen Spanien und Italien siegen in EM-Quali

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Die Spanier feiern Morenos Treffer zum 1:0.

(Foto: imago images / DeFodi)

Die ehemaligen Weltmeister aus Spanien und Italien starten erfolgreich in die EM-Qualifikation. Auch Schweden und die Schweiz überlassen nichts dem Zufall - nicht zuletzt dank der für sie auflaufenden Bundesligaprofis.

Die beiden ehemaligen Fußball-Weltmeister Spanien und Italien haben sich zum Start der EM-Qualifikation keine Blöße gegeben. Während Italien Finnland weitestgehend problemlos mit 2:0 (1:0) besiegte, konnten sich die eigentlich hoch überlegenen Iberer angesichts einer Vielzahl vergebener Chancen nur mit 2:1 (1:0) gegen Norwegen durchsetzen. Zuvor hatten die Schweiz und Schweden vor allem dank ihrer Bundesligaprofis ebenfalls Auftaktsiege gefeiert.

Für das spanische Team von Trainer Luis Enrique waren Rodrigo Moreno (16.) und Sergio Ramos (70., Foulelfmeter) erfolgreich. Angesichts des starken Auftritts und diverser Chancen der Iberer hatten die Norweger Glück, zur Halbzeit nur mit 1:0 zurückzuliegen. Die Quittung für die schlechte Chancenverwertung erhielt Spanien dann in der 65. Minute: Nach einem Foul von Inigo Martinez verwandelte Joshua King den anschließenden Elfmeter zum 1:1. Doch Ramos rettete den Weltmeister von 2010, indem der Real-Verteidiger nach einem Foul von Torwart Rune Jarstein ebenfalls souverän einen Elfmeter verwandelte. Als nächstes treffen die Spanier in der EM-Qualifikation nun am Dienstag auf Malta.

Auch Italien legte nach der verpassten Fußball-WM 2018 gegen Finnland einen gelungen Start in die EM-Qualifikation hin. Gleich zu Beginn setzte die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini das erste Zeichen und ging in der siebten Minute durch ein Tor von Nicolò Barella in Führung. Doch die Finnen ließen sich davon nicht entmutigen und hielten lange dagegen. Italien zeigte nach der frühen Führung eher eine überschaubare Leistung gegen starke Skandinavier. Erst in der zweiten Hälfte wurde es besser. Moise Kean von Juventus Turin konnte einen Stellungsfehler der Finnen ausnutzen und traf in der 74. Minute zum 2:0-Endstand. Es war das erste Tor des hochgelobten Jungstars im zweiten Länderspiel. Freiburgs Vincenzo Grifo kam aber nicht zum Einsatz. Im nächsten Spiel der EM-Qualifikation trifft Italien am Dienstag auf Lichtenstein.

Schweden und Schweiz mit Siegen

Die Spitzenposition in der Gruppe J teilen sich die Italiener nach dem ersten Spiel der Vorrunde mit Griechenland. Der frühere Europameister siegte 2:0 (1:0) in Liechtenstein, dahinter liegt Bosnien und Herzegowina nach einem 2:1 (1:0) gegen Armenien. Die Bosnier belohnten sich durch Rade Krunic (33.) und Deni Milosevic (80.) für einen engagierten Auftritt. Vor dem Spiel gab es eine Ehrung für Starstürmer Edin Dzeko, der als erster Spieler seines Landes sein 100. Länderspiel bestritt. In Liechtenstein bewahrten Konstantinos Fortounis (45.+1) und Stuttgarts Anastasios Donis (80.) die Griechen vor einem Fehlstart.

Bei den Auftakterfolgen der Schweiz und Schweden standen gleich mehrere Bundesligaprofis im Mittelpunkt. In der georgischen Hauptstadt Tiflis gewannen die Eidgenossen in der Gruppe D mit 2:0 (0:0). Zunächst brachte Steven Zuber nach Vorarbeit des Schalkers Breel Embolo den Favoriten in der 56. Minute in Führung. Denis Zakaria (80.) sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung. Bis zum 1:0 hatte sich der Weltranglisten-Achte gegen den 91. des FIFA-Rankings lange schwer getan. Erst nach der Führung gaben die Schweizer den Ton an.

Schweden setzte sich in der spanischen Gruppe F dank des Mainzer Profis Robin Quaison 2:1 (1:0) gegen Rumänien durch. Dem Mittelfeldspieler gelang nicht nur in der 33. Minute der Führungstreffer, der 25-Jährige bereitete auch sieben Minuten später den zweiten Treffer der Gastgeber durch Victor Claesson vor. In Ludwig Augustinsson (Werder Bremen) und Emil Forsberg (RB Leipzig) standen noch zwei weitere Bundesliga-Legionäre in der schwedischen Startelf.

In einem weiteren Spiel der Gruppe setzte sich Malta 2:1 (1:0) gegen die Färöer durch. Probleme hatte auch Gruppenkontrahent Irland. Jeff Hendrick stellte mit seinem Tor in der 49. Minute den 1:0 (0:0)-Erfolg beim krassen Außenseiter Gibraltar sicher.

Quelle: n-tv.de, lou/sid/dpa

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