Fußball

Bierhoff: "Kreativ rangehen" Spielt die Bundesliga während der WM 2022?

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Schlechte Karten für Nationaltrainer: DFB-Direktor Oliver Bierhoff findet die Vorbereitungszeit auf die WM 2022 zu kurz.

(Foto: imago images/Martin Hoffmann)

Nur eine Woche Vorbereitungszeit für die Nationalmannschaft vor der Weltmeisterschaft 2022 in Katar? "Das reicht natürlich nicht", sagt DFB-Direktor Oliver Bierhoff - und fordert aber Kreativität anstatt Terminänderungen. Möglicherweise pausieren nicht alle Bundesligaklubs während des Turniers.

Die Weltmeisterschaft 2022 macht wieder Ärger. Oliver Bierhoff stellt sich auf eine kurze Vorbereitung der Nationalelf vor dem Turnier in Katar ein. "Aufgrund des hohen Zeitdrucks, den alle Ligen haben, auch mit den internationalen Wettbewerben, werden wir nicht viel Spielraum haben", sagte der DFB-Direktor. "Wir müssen da kreativ rangehen, eben auch in den Länderspielabstellungen vorab gewisse Dinge angehen. Also die Vorbereitungszeit für die Trainer, aber auch die Organisation wird in Katar ganz anders sein."

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Obwohl der relevante Rahmenterminkalender erst im November oder Dezember 2021 vom Deutschen Fußball-Bund verabschiedet wird, war zuletzt eine Diskussion über den engen Ablauf vor dem WM-Turnier am Golf vom 21. November bis zum 18. Dezember aufgekommen. Möglicherweise wird der letzte Bundesliga-Spieltag vor der WM erst am 13. November beendet sein und die DFB-Auswahl nur gut eine Woche zur Turniervorbereitung haben.

Bundesliga und WM parallel?

"Das reicht natürlich nicht", sagte Bierhoff. "Und im Gespräch mit den Trainern wird auch immer wieder deutlich, dass gerade die Vorbereitungszeit auf ein Turnier enorm wichtig ist. In der Saison bei den kurzen Länderspielreisen bleibt kaum Zeit, etwas einzustudieren. Allerdings müssen alle Mannschaften damit leben. Es wird für die Trainer ein Nachteil sein, aber man hat keinen Wettbewerbsnachteil, weil alle Nationen damit leben müssen."

Laut eines Berichts der "Sport Bild" gibt es Überlegungen, den Ligabetrieb noch während der Endrunde fortzuführen. Demnach könnten ab dem Zeitraum des WM-Viertelfinales zumindest die Vereine an zwei bis drei Spieltagen gegeneinander spielen, die keine oder kaum Nationalspieler abstellen. Die Hürden dafür scheinen allerdings hoch, unter anderem müssten Nachholspiele terminiert werden. Damit Nationalspieler, die in Katar im Einsatz waren, in diesen Spielen zum Einsatz kommen können, müssten die Fifa-Regularien geändert werden.

"Wir werden unsere Spieler ganz sicher nicht zehn Wochen in den Urlaub schicken, sofern sie nicht bei der WM sind. Denkbar ist, dass sie ein oder zwei Wochen Zeit zur Regeneration erhalten", sagte Werder-Manager Frank Baumann der Zeitschrift. "Möglich ist, dass es parallel zur WM Spielrunden der Bundesligisten gibt. Wie die geartet sein könnten, wird in den nächsten Wochen erarbeitet", sagte Baumann.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa