Fußball

Hoffenheim zittert in Chemnitz St. Pauli geht bei Viertligist völlig unter

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Pauli führte zwar mit 1:0, aber fing sich dann noch vier Treffer gegen den Viertligisten Elversberg.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Faustdicke Überraschung im DFB-Pokal: Zweitligist FC St. Pauli fängt sich bei Viertligist SV 07 Elversberg vier Treffer und fliegt aus dem Turnier. Auch Bundesligist TSG Hoffenheim mit Trainer Sebastian Hoeneß strauchelt beim Viertligisten und rettet sich gegen den Chemnitzer FC erst im Elfmeterschießen.

Chemnitzer FC - TSG Hoffenheim 2:3 i.E. (0:0, 1:1, 2:2)

Sebastian Hoeneß hat als Trainer der TSG Hoffenheim gerade noch so ein erfolgreiches Debüt hingelegt. Der Fußball-Bundesligist setzte sich im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Coach in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals nach einer Zitterpartie bei Regionalligist Chemnitzer FC erst mit 3:2 im Elfmeterschießen durch und zog in die zweite Runde ein. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte die Begegnung 2:2 (1:1, 0:0) gestanden.

Andrej Kramaric (48.) erzielte die Führung für die Kraichgauer, die letztmals 2015 gegen 1860 München in der ersten Runde ausgeschieden waren. Kevin Freiberger (59.) und Christian Bickel (100.) drehten die Begegnung zwar vorübergehend, ehe erneut Kramaric (111., Foulelfmeter) die TSG ins Elfmeterschießen rettete. Dabei verhinderten Keeper Oliver Baumann mit zwei Paraden und Christoph Baumgartner mit dem entscheidenden Treffer eine Hoffenheimer Blamage. 3095 Zuschauer - 4632 waren zugelassen - sorgten bei dem Krimi für einen enormen Lautstärke-Pegel.

SV 07 Elversberg - FC St. Pauli 4:2

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat sich im DFB-Pokal zum Pflichtspiel-Einstand seines neuen Trainers Timo Schultz blamiert. Im Erstrunden-Spiel beim ambitionierten Regionalligisten SV Elversberg mussten sich die Hamburger unerwartet mit 2:4 (1:2) geschlagen geben und verpassten damit schon zum dritten Mal bei den vergangenen vier Versuchen die zweite Runde. Bis zum Zweitliga-Auftakt beim VfL Bochum liegt noch viel Arbeit vor den Hanseaten.

Die Begegnung nahm zunächst scheinbar den zu erwartenden Verlauf. Marvin Knoll (7.) sorgte für die nur vermeintlich beruhigende Führung, doch danach ließ sich der Pokal-Halbfinalist von 2006 das Heft zunehmend aus der Hand nehmen. Lucas Schnellbacher (16.) und Patryk Dragon (26.) drehten das Spiel schon bis zur Mitte des ersten Spielabschnitts zugunsten der Saarländer.

Nach der Pause zogen die Platzherren, die bei ihren vorherigen sechs Erstrunden-Teilnahmen immerhin schon dreimal den Sprung in die zweite Runde geschafft hatten, durch Robin Fellhauer (48.) und erneut Schnellbacher (67.) entscheidend davon. Die Aufholjagd der Gäste, denen durch einen verschossenen Foulelfmeter von Isra Suero (73.) eine noch höhere Pleite erspart blieb, kam trotz eines Treffers von Rico Benatelli (78.) zu spät.

Eintracht Norderstedt - Bayer Leverkusen 0:7 (0:6)

Kantersieg und Tor-Debüt für Neuzugang Patrik Schick: Bayer Leverkusen hat dank einer starken ersten Halbzeit ohne Probleme die zweite DFB-Pokalrunde erreicht. Der Europa-League-Teilnehmer ließ dem unterlegenen Regionalligisten Eintracht Norderstedt beim 7:0 (6:0)-Erfolg in der heimischen Arena keine Chance und bewies vor dem Bundesliga-Start am kommenden Sonntag (18.00 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg große Spielfreude.

In den ersten 30 Minuten ließ die Elf von Peter Bosz keinerlei Gnade für die viertklassigen Gäste walten. Nadiem Amiri gelang ein Doppelpack (10./31.), außerdem trafen Lars Bender (4.), Lucas Alario (12.), Florian Wirtz (21.) und Charles Aranguiz (30.) für die Werkself. Nach der Pause debütierte Neuzugang Schick und traf direkt zum 7:0 (77.).

Hansa Rostock - VfB Stuttgart 0:1 (0:1)
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Der VfB Stuttgart hat im Pokal-"Evergreen" bei Hansa Rostock vor 7500 Zuschauern die Nerven bewahrt und die zweite Runde erreicht. Der Bundesliga-Aufsteiger setzte sich zum Saisoneinstand am Sonntagnachmittag im ausverkauften und stimmungsvollen Ostseestadion dank des Treffers von Silas Wamangituka (41.) mit 1:0 (1:0) durch.

Es war Stuttgarts drittes Erstrunden-Duell in Folge mit dem Drittligisten, die Wahrscheinlichkeit dafür lag vor der Auslosung bei 1:32.768. Sechs Tage vor dem Bundesliga-Start gegen den SC Freiburg zeigte Stuttgart noch einige Abstimmungsprobleme, das Weiterkommen geriet in der schwachen zweiten Halbzeit sogar noch in Gefahr.

Unter den 7500 Zuschauern, die von den Behörden für den Pokal-Hit erlaubt waren, befand sich auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Die SPD-Politikerin sah eine tapfer kämpfende, am Ende gegen den qualitativ besser besetzten VfB-Kader aber machtlose Hansa-Kogge.

1. FC Kaiserslautern - Jahn Regensburg 3:4 i.V. (0:1, 1:1, 1:1)

Die Hoffnungen des insolventen Ex-Cupgewinners 1. FC Kaiserslautern auf einen zusätzlichen Zahltag im Pokal durch eine Erstrunden-Überraschung sind unerfüllt geblieben. Die drittklassigen Pfälzer mussten sich gegen Zweitligist Jahn Regensburg nach ihrer Achtelfinalteilnahme in der vergangenen Saison mit 3:4 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 1:1 (0:1).

Für die Gäste bedeutete der glückliche Erfolg nach zuletzt zwei Erstrunde-Pleiten eine gelungene Generalprobe für den Zweitliga-Auftakt am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg. Dabei agierten sie in der Verlängerung nach Gelb-Rot gegen Nicolas Wähling (92., wiederholtes Foulspiel) in Unterzahl. Gäste-Torhüter Alexander Meyer wurde mit zwei gehaltenen Elfmetern dann zum Matchwinner.

Regensburg zog den Gastgebern vor der Geisterkulisse am einst gefürchteten Betzenberg zunächst den Zahn. Bereits nach vier Minuten brachte Albion Vrenezi den Jahn in Führung und sorgte damit für zusätzliche Ruhe im Spiel der Oberpfälzer. In der Folge bemühte sich der FCK, der sich 1990 und 1996 in die Pokalsieger-Liste eingetragen hatte, intensiv um den Ausgleich und erzwang durch Kevin Kraus (64.) auch die Verlängerung. Doch die Bayern, die zuletzt vor 17 Jahren das Pokal-Achtelfinale erreicht hatten, hatten das bessere Ende für sich.

SC Wiedenbrück - SC Paderborn 0:5 (0:3)

Fußball-Zweitligist SC Paderborn ist zum vierten Mal in Folge in die zweite Runde eingezogen. Der Bundesligaabsteiger setzte sich ohne große Mühe mit 5:0 (3:0) beim Regionalligisten SC Wiedenbrück durch. Vor 120 Zuschauern in Gütersloh erzielten Sven Michel (24.), Dennis Srbeny (32., 45.+2, 58.) und Chris Führich (83.) die Treffer der Gäste.

Der Favorit tat sich nur in der Anfangsphase schwer. Ab der 20. Minute bekam Paderborn das Spiel immer besser in den Griff. Der Führungstreffer durch Michel gab zusätzliche Sicherheit. Srbeny sorgte mit seinen beiden Toren noch vor der Pause für die Entscheidung. Nach dem Wechsel wurde der Außenseiter zwar etwas mutiger, dann erzielte Srbeny aber seinen dritten Treffer.

TSV Steinbach Haiger - SV Sandhausen 1:2 (1:2)

Haiger: Koczor - Hanke, Kirchhoff, Schüler (12. Buckesfeld), Strujic - Lahn (78. Bichler), Eismann - Ilhan (58. Bytyqi), März, Marquet - Wegner (58. Bisanovic). - Trainer: Alipour

Sandhausen: Fraisl - Diekmeier, Röseler, Nauber, Contento (79. Scheu) - Zenga (87. Engels) - Nartey, Taffertshofer - Biada - Keita-Ruel (69. Ouahim), Bouhaddouz (88. Kister). - Trainer: Koschinat

Schiedsrichter: Nicolas Winter (Freckenfeld)

Tore: 0:1 Biada (23.), 1:1 Marquet (40.), 1:2 Biada (45.+1)

1. FC Rielasingen-Arlen - Holstein Kiel 1:7 (1:5)

Rielasingen-Arlen: Klose - Rasmus, Bruno, Niedermann, Almeida - Wehrle (46. Berger) - Wellhäuser (67. Schmidtke), Serpa - Colic (66. Spindler) - Moreno Fell (46. Budic), Tomizawa (55. Guglielmelli). - Trainer: Schilling

Kiel: Dähne - Lorenz (46. van den Bergh), Wahl, Komenda, Ignjovski (46. Dehm) - Meffert - Mühling, Lee (46. Hauptmann) - Bartels (61. Porath), Serra (61. Lauberbach), Reese. - Trainer: Werner

Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin)

Tore: 1:0 Niedermann (3.), 1:1 Wahl (15.), 1:2 Serra (19.), 1:3 Lee (22.), 1:4 Lee (24.), 1:5 Bartels (29.), 1:6 Porath (63.), 1:7 Reese (86.)

Quelle: ntv.de, dbe/sid