Fußball

Fahren ohne Führerschein Staatsanwälte ermitteln wieder gegen Reus

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(Foto: picture alliance / dpa)

540.000 Euro musste Marco Reus im November bezahlen, weil er sechsmal ohne Führerschein Auto gefahren war. Aber waren es wirklich nur so wenige Male? Zahlreiche Zeugen meldeten sich bei der Polizei, laut Medienberichten gibt es neue Ermittlungen.

Marco Reus steht wieder im Rampenlicht. Es soll neue Ermittlungen gegen Fußball-Nationalspieler und Profi von Borussia Dortmund geben, schreibt die "Bild"-Zeitung. Wieder gehe es um Fahren ohne Führerschein - damit erregte Reus vor einem halben Jahr schon einiges Aufsehen. Er musste 90 Tagessätze Strafe zahlen, bei seinem Gehalt ergab das die stattliche Summe von 540.000 Euro.

Das fanden viele Bürger zu wenig. Denn der Sportwagenfan hatte nicht nur keine gültige Fahrerlaubnis gehabt, sondern bei Kontrollen ein ungültiges niederländisches Dokument vorgezeigt. Und das spielte bei dem Strafbefehl im November keine Rolle. Allerdings sind sich laut "Bild" Justizexperten einig, dass dieses Vergehen die Strafe nicht verschärft hätte. Zudem wurde Reus "nur" für sechs "Schwarzfahrten" belangt - und das kam vielen offenbar recht wenig vor.

Dutzende Zeugen meldeten sich bei der Polizei, weil auch sie den Fußballer hinterm Steuer gesehen haben wollen. Daher nahmen die Beamten schon im Dezember weitere Ermittlungen auf, von denen bislang nichts an die Öffentlichkeit gedrungen war. Auch intern war laut dem Bericht kritisiert worden, dass nicht in der BVB-Mannschaft und in der Familie des Sportlers ermittelt worden war.

Noch gibt es aber nichts Offizielles - ob Reus tatsächlich öfter als sechsmal ohne Führerschein gefahren ist, kann man also noch nicht sagen. Sollte es Beweise dafür geben, wird es heikel für den Fußballer. Denn erhielte er nur einen Tagessatz mehr Strafe als die 90 aus dem November, gälte er als vorbestraft.

Quelle: ntv.de, vpe