Fußball

Mit der Vier-Gewinnt-Power Toni Kroos ist die deutsche Titel-Maschine

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Kroos ist wieder einmal in der CL erfolgreich.

(Foto: imago/Newspix)

Weltmeister Toni Kroos gewinnt als erster Deutscher vier Mal die Champions League. Der Nationalspieler drängt sich dabei nicht wie Ronaldo in den Vordergrund, sondern ist die bescheidene Titel-Maschine im Starensemble von Real. Ob der Erfolg ihn und die DFB-Elf nun beflügelt?

Eine prägende Figur des Endspiels war Mittelfeldstar Toni Kroos nicht, dennoch schaut er nach dem Spiel etwas erstaunt auf die Ränge des Stadions. Denn der 28-jährige Greifswalder schrieb in Kiew Geschichte. Zum dritten Mal nacheinander triumphierte er mit Real in Europas Königsklasse.

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Vier Titel hat er auf dem Konto - allein in der Königsklasse.

(Foto: imago/ActionPictures)

Und als erster deutscher Fußballer überhaupt kommt er auf vier Champions-League-Titel; 2013 jubelte der damals beim Finale gegen Borussia Dortmund wegen eines Mundelbündelrisses im Oberschenkel verletzt fehlende Kroos mit dem FC Bayern München. Nach seinem Wechsel in Richtung Madrid ging es für Kroos umso erfolgreicher in der Königsklasse weiter - und das in einem noch größeren Starensemble im Vergleich zu München. Doch er behauptet sich zwischen Ronaldo, Bale und Ramos und ist eine Säule des jahrelangen Erfolgs. 

"Normalerweise mache ich mir aus Zahlen nichts", sagte Kroos. Aber die Königsklassen-Zahlen erfüllen ihn mit Stolz. "Man weiß, wie schwer dieser Titel zu holen ist, wieviele Mannschaften mit hoher Qualität das jedes Jahr versuchen", sagte der Dauer-Champion. "Den Titel dreimal in Folge zu gewinnen, ist speziell - und ihn selbst viermal gewonnen zu haben, dafür braucht man kurz, um das richtig zu realisieren."

Als Titelgarant gibt es "nur einen Klaps"

Kroos bekommt dafür einige Tage Zeit. Auch wenn er Joachim Löw nicht vorgreifen wolle, berichtete Kroos noch in Kiew von einem mit dem Bundestrainer abgesprochen internen Fahrplan. "Ich habe schon ein paar Tage, um kurz mal an etwas anderes als Fußball zu denken." Vor Donnerstag dürfte Kroos kaum nach Südtirol anreisen. Im DFB-Teamhotel in Eppan wurde das Finale am Samstagabend natürlich auch aufmerksam am Fernseher verfolgt.

Dass Kroos als Triumphator im Trainingslager anreisen wird, war der Wunsch der Sportlichen Leitung um Bundestrainer Löw. "Wir freuen uns natürlich zuerst mal für Toni, dass er hierher kommt mit einer breiten Brust und dem vierten Titel", sagte Teammanager Oliver Bierhoff im ZDF-"Sportstudio". Ein großes Fest zum Empfang werde man für Kroos, den Löw als "absoluten Schlüsselspieler" der Nationalmannschaft rühmte, aber nicht veranstalten, bemerkte Bierhoff. Launig ergänzte er: "Er kriegt einen großen Applaus und einen Klaps auf die Schulter."

Und dann geht die Arbeit weiter. "Dann wird er sicherlich aufgefordert, dass der nächste Titel her soll." Am 15. Juli im WM-Finale von Moskau. Die WM streifte Kroos in Kiew nur ganz kurz. "Ich schaue natürlich voraus auf das Turnier. Eine WM ist etwas Besonderes und speziell für die Spieler. Wir wollen unseren Titel in Russland verteidigen." Aber zunächst will Familienvater Kroos den nächsten Titel mit Real Madrid  genießen - und den Kurzurlaub mit Jessica, Töchterchen Amelie und Sohnemann Leon.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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