Fußball

Kein Ultimatum für Alaba Transfers rüsten FC Bayern für harte Saison

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Bouna Sarr, Eric-Maxim Choupo-Moting und Hasan Salihamidzic.

(Foto: REUTERS)

Kurz vor Ende der Transferperiode schlägt der FC Bayern gleich fünfmal zu. Trotz "schwieriger Zeiten", wie Sportvorstand Hasan Salihamidzic sagt. Die Neuzugänge braucht der Triple-Sieger, um seine Titel verteidigen zu können. Auf Alaba wird gehofft, man wolle aber "keine Spielchen spielen".

Der FC Bayern ist nach Ansicht von Sportvorstand Hasan Salihamidzic nach seinem turbulenten Schlusseinkauf auf dem Transfermarkt gut für das herausfordernde Programm mit vielen englischen Wochen gerüstet. "Dieses Jahr hat einen Kalender, der uns vor große Aufgaben stellt. Deswegen sind wir noch auf dem Transfermarkt tätig geworden und haben unseren Kader in der Breite sehr, sehr gut aufgestellt", sagte der Münchner Sportvorstand.

Nach den schon länger feststehenden Transfers von Leroy Sané, Alexander Nübel und Tanguy Nianzou hatten die Münchner kurz vor Ende der Transferperiode vor einer Woche Marc Roca (Espanyol Barcelona), Eric Maxim Choupo-Moting (vereinslos), Bouna Sarr (Olympique Marseille), Douglas Costa (Juventus Turin) sowie Amateure-Neuzugang Tiago Dantas (Benfica Lissabon) verpflichtet. "Wir haben schwierige Zeiten, alle Klubs der Welt müssen damit richtig umgehen. Deswegen mussten wir mit unserem Budget richtig umgehen", sagte Salihamidzic. Angesprochen auf Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea und den von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona gewechselten Sergiño Dest äußerte sich der Sportvorstand nicht konkret. Er wolle nicht über Spieler sprechen, die nicht beim FC Bayern unter Vertrag seien, sagte er. Aber bei Transfers gebe es eben Grenzen.

Die gibt es auch im Poker mit David Alaba, allerdings wollen die Münchner keinen Stichtag für die angestrebte Vertragsverlängerung vorgeben. "Wir werden David kein Ultimatum setzen, wir werden da keine Spielchen spielen", sagte Salihamidzic. Seit Monaten verhandeln der deutsche Fußball-Rekordmeister mit dem 28-jährigen Alaba und dessen Berater um die Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrages.

"Wir wissen alle, was wir an David haben und versuchen, ihn zu überzeugen. Wir würden uns selbstverständlich freuen, wenn er in München bleibt und hoffen, dass die Unterschrift auch irgendwann erfolgt", sagte Salihamidzic. Alaba war im Sommer 2008 zu den Münchnern gewechselt.

Im Rahmen des Nationalteams sprach Alaba zuletzt über den Stellenwert von Bayern als seinem aktuellen Lebensmittelpunkt. "Ich fühle mich in München sehr wohl, es ist schon seit zwölf Jahren meine Heimat. Dort durfte ich sehr schöne Momente erleben", sagte Alaba. Zurückhaltender äußerte sich Salihamidzic bei Jérôme Boateng, dessen Vertrag ebenfalls im kommenden Sommer ausläuft. "Wir schätzen Jérôme sehr", sagte der Sportvorstand und lobte die Leistungen des Innenverteidigers auf dem Weg zum Champions-League-Sieg. Jetzt wolle man fokussiert bis zum Winter weiterarbeiten, dann schaue man weiter. Boateng selbst hatte sich vage geäußert. Für ihn kommen demnach eine Vertragsverlängerung und ein Wechsel ins Ausland in Betracht.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa