Fußball

Als Aufsichtsratschef bestätigt Uli Hoeneß kontrolliert weiter den FC Bayern

imago37948665h.jpg

Uli Hoeneß bleibt sowohl Präsident des FC Bayern München als auch Aufsichtsratschef der AG.

(Foto: imago/DeFodi)

An der Spitze des FC Bayern München ändert sich vorerst nichts. Der Aufsichtsrat der AG des Fußball-Bundesligisten bestätigt Uli Hoeneß als Boss - trotz kritischer Zwischentöne im e.V. Damit wird eine erneute Kandidatur des 66-Jährigen als Präsident wahrscheinlicher.

Präsident Uli Hoeneß wird auch in den kommenden vier Jahren dem Aufsichtsrat der FC Bayern München AG vorstehen. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister erklärte, sei der 66-Jährige auf der konstituierenden Sitzung des am Montag neu gewählten Aufsichtsrates im Amt bestätigt worden.

Hoeneß, der im Zuge der harschen Kritik auf der Jahreshauptversammlung des e.V. Ende November seine Zukunft beim FC Bayern grundsätzlich infrage gestellt hatte, hat sich seinem Lebenswerk damit wohl auch mittelfristig verschrieben. Im kommenden Jahr steht beim FC Bayern die Wahl des Präsidenten an, und mit der aktuellen Entscheidung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Hoeneß nochmals kandidieren wird.

*Datenschutz

Der amtierende VW-Chef Herbert Diess übernimmt anstelle des ehemaligen Audi-Bosses Rupert Stadler den Posten als zweiter stellvertretender Vorsitzender. Der frühere Adidas-Boss Herbert Hainer ist erster Stellvertreter, Werner Zedelius von der Allianz dritter Stellvertreter.

Der frühere Chef des Volkswagen-Konzerns, Martin Winterkorn, verlässt den Aufsichtsrat. Wie die Münchner erklärten, habe der 71-Jährige bei der AG-Hauptversammlung nicht mehr kandidiert. Winterkorn gehörte dem Gremium fast 16 Jahre an. Sein Platz geht an Michael Diederich, den Vorstandssprecher der UniCredit Bank AG.

Lobende Worte von Rummenigge

"Wir sind sehr glücklich darüber, wieder einen so hochkarätig besetzten Aufsichtsrat zu haben. Im Namen des gesamten Vorstandes freue ich mich auf eine erneut gute, harmonische und loyale Zusammenarbeit", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die Vertragsverlängerung des 63-Jährigen für zwei Jahre bis 2021 gilt als wahrscheinlich und könnte bald verkündet werden.

Auf Hoeneß, das hatte er schon bei der Jahreshauptversammlung angekündigt, will Rummenigge künftig beruhigenden Einfluss ausüben: "Ich werde Dir in Zukunft meine Hand hin und wieder auf den Oberschenkel drücken, wenn ich merke, Du wirst unruhig - damit Du nicht irgendwann explodierst." Er wünsche sich Hoeneß "manchmal mit weniger Emotionalität und mehr Gelassenheit".

Von Trainer Niko Kovac kamen zu Hoeneß' Wiederwahl Worte der Bewunderung. "Er ist der FC Bayern. Uli Hoeneß ist immer ein Kämpfer gewesen. Jetzt in der Situation braucht der Klub ihn genau so wie in der Vergangenheit. Welche Liebe er in sich trägt für den Verein, zeigt, dass er in so einer Situation vier Jahre weitermachen will", sagte der Chefcoach.

Quelle: n-tv.de, cri/sid

Mehr zum Thema