Fußball

Reaktion auf Bundesliga-Talfahrt VfL Wolfsburg entlässt Trainer Hecking

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Dieter Hecking trainierte den VfL Wolfsburg

(Foto: dpa)

Dieter Hecking ist nicht länger Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Für ihn wird vorerst U23-Coach Valérien Ismaël befördert, bestätigt der Verein. Mit nur sechs Punkten rangiert der VfL derzeit knapp vor der Abstiegszone.

Der VfL Wolfsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Dieter Hecking getrennt. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger RB Leipzig reagierte der ambitionierte Klub um Sportchef Klaus Allofs damit auf den Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga.

Laut "Kicker" sollte Hecking trotz der sportlichen Talfahrt zunächst weiter im Amt bleiben und den VfL auch im kommenden Bundesligaspiel gegen den SV Darmstadt betreuen. Bei einem Treffen der VfL-Geschäftsführung um Allofs mit dem Präsidium um den Aufsichtsratsvorsitzenden Franciso Garcia Sanz sei dann die Entscheidung für eine sofortige Trennung gefallen. Als Zwischenlösung soll zunächst der bisherige U23-Coach Valérien Ismaël die Wolfsburger Erstliga-Mannschaft übernehmen.

"Hecking raus"-Rufe im Stadion

Unmittelbar nach der Heim-Niederlage gegen RB Leipzig hatte Allofs am Sonntag ein Bekenntnis pro Hecking verweigert. Erstmals hatte es in der Volkswagen-Arena auch "Hecking raus"-Rufe durch die Fans gegeben.
In diesem Jahr haben die Wolfsburger nur 25 Punkte in 24 Spielen geholt. In dieser Spielzeit sind es gerade einmal sechs Zähler, damit belegt der VfL nur Platz 14 und liegt damit knapp vor den Abstiegsplätzen.

Dabei investierte der VfL zu Saisonbeginn rund 42 Millionen für acht neue Profis. Sieben Akteure wurden für rund 50 Millionen abgegeben. Das Training des kriselnden Klubs hatte Hecking am Vormittag noch geleitet. Es begann allerdings nach einem Gespräch zwischen dem Cheftrainer und Allofs mit 20-minütiger Verspätung.

Aus nach 1395 Tagen

Hecking war kurz vor Weihnachten 2012 von Allofs verpflichtet worden. Nach 1395 Tagen endet nun die Zusammenarbeit. Heckings größter Erfolg in Wolfsburg war der DFB-Pokalsieg im Jahr 2015 mit dem Sieg gegen Borussia Dortmund sowie die Vizemeisterschaft in der gleichen Saison hinter Rekordmeister FC Bayern München.

Danach sorgten die Wolfsburger auch in der Champions League für Aufsehen, scheiterten 2015 im Viertelfinale an Real Madrid. Anschließend ging es bergab, in der Liga verpassten die Niedersachsen vergangene Saison die internationalen Plätze. Auch die Verpflichtung von Nationalstürmer Mario Gomez zu Beginn der neuen Spielzeit brachte keine Wende. Der Verlust des Belgiers Kevin De Bruyne, der im Sommer 2015 für 75 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt war, konnte trotz aller Investitionen bislang nicht kompensiert werden.

Quelle: ntv.de, cwo/sid/dpa