Fußball

Nagelsmann bestätigt Kontakt Wagner will zum FC Bayern München

Sandro Wagner ist als Stürmer bei der TSG Hoffenheim die klare Nummer eins. Trotzdem liebäugelt der Fußball-Nationalspieler mit einem Wechsel zum FC Bayern München, wo sie einen Ersatz für den konstant ausgelasteten Robert Lewandowski benötigen.

Der deutsche Nationalspieler Sandro Wagner vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim liebäugelt mit einer Rückkehr zum FC Bayern in der Winterpause. Das bestätigte sein Trainer Julian Nagelsmann im Verlauf einer Pressekonferenz vor dem Ligaspiel gegen die Frankfurter Eintracht am Samstag (ab 15:30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de). Beide Klubs stünden deshalb in Kontakt. "Aber es gibt nichts zu verkünden, außer dass es das Interesse gibt." Allerdings: "Es ist ja nicht mehr so lange, bis wir um den Weihnachtsbaum laufen."

Der 29 Jahre alte Angreifer hat laut "Bild"-Zeitung bereits vor Wochen um eine Freigabe in der Winterpause gebeten. Als Ablöse stünden zehn Millionen Euro im Raum. "Jeder weiß, dass Sandro Kinder hat, die in Unterhaching (nahe München, d. Red.) leben, der FC Bayern sein Jugendverein und er nicht mehr ganz jung ist", sagte Nagelsmann, der deshalb "keinen Groll" gegen den Stürmer wegen des Wechselwunsches hege. In der vergangenen Woche hatte Wagner betont, wie wichtig ihm die Nähe zu seiner Familie sei. Angesprochen auf die momentane Pendelei zwischen München und Sinsheim sagte er der "tz": "Es ist zum Kotzen." Wagner hatte bereits in der Jugend für die Bayern gespielt und beim Rekordmeister in der Saison 2007/2008 seine ersten Profispiele bestritten.

Die Münchner suchen nach einem Backup für Torjäger Robert Lewandowski. Ob der 1,94 Meter große Wagner aber überhaupt in das Konzept des Meisters passt, ist fraglich. Zwar brachte Lewandowski zuletzt selbst einen Ersatz für sich ins Gespräch, doch an Wagner dachte er dabei wohl kaum. "Es wäre sicherlich eine Option, einen jungen, hungrigen Stürmer zu holen, der hinter einem erfahrenen Profi noch lernen will", sagte der 29-Jährige der "Sport Bild".

Auch Bayerns Trainer Jupp Heynckes hatte im "Kicker" hohe Ansprüche an einen Ersatz für seinen Top-Torjäger gestellt. Er warb in dem Zusammenhang jedoch ebenfalls für interne Lösungen: "(Thomas) Müller kann auch in der Sturmmitte aushelfen. Vor allem auswärts geht das immer", sagte er. Und dann sei da ja auch noch James Rodriguez, der nach Ansicht seines Trainers so ziemlich jede Sturmposition "von links außen bis innen" ausfüllen kann.

Quelle: ntv.de, jgu/sid/dpa