Fußball

BVB langfristig chancenlos Watzke sieht FC Bayern außer Konkurrenz

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Watzke trägt es dem FC Bayern nicht nach, dass er Spieler wie Lewandowski oder Götze nach München gelockt hat.

(Foto: imago/Thomas Bielefeld)

Seit sechs Spielzeiten steht der Deutsche Meister eigentlich schon vor dem Start der Fußball-Bundesliga fest: Der FC Bayern, wer sonst? Ändern wird sich daran auch künftig nichts, meint BVB-Boss Watzke. Dafür sei das finanzielle Ungleichgewicht einfach zu groß.

Der deutsche Rekordmeister Bayern München hat zum sechsten Mal in Folge den Titel in der Fußball-Bundesliga gewonnen - und Hans-Joachim Watzke macht den Fans keine Hoffnung auf mehr Spannung. Borussia Dortmunds Geschäftsführer hat die Hoffnung aufgegeben, in der nächsten Zukunft die Alleinstellung des FC Bayern noch einmal in Frage stellen zu können.

"Unsere Strahlkraft als Verein, als Marke ist weiterhin sehr groß. Aber das heißt nicht, dass wir in absehbarer Zeit an den Bayern wieder mal vorbeikommen könnten", sagte Watzke vor dem entscheidenden Duell um die Champions League gegen die TSG Hoffenheim (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) der "Süddeutschen Zeitung". Die Gründe seien ausschließlich finanzieller Natur: Die Summen, die im Spitzensegment des Profifußballs bewegt werden, seien in den letzten paar Jahren explodiert. "2011 und 2012, als wir letztmals die Bayern hinter uns lassen konnten, hatten wir etwa 40 Millionen Gehaltsetat und die Bayern etwa 80 Millionen, also das Doppelte. Heute haben die Bayern immer noch das Doppelte. Wir haben jetzt 110, die Bayern schätze ich auf 220. Der Abstand aber betrug damals 40 Millionen, heute 110, das sagt doch alles."

Das sei nicht mehr auszugleichen. "Es sei denn, die Bayern würden sehr gravierende Fehler machen, von denen man dann profitieren könnte. Aber das wird nicht passieren, zumindest nicht in dem Umfang, dass es reichen könnte, sie mal wieder einzuholen." Dortmunds Chef glaubt, dass sich Juventus Turin in Italien, Paris Saint-Germain in Frankreich und die Bayern in Deutschland auf Dauer von allen nationalen Konkurrenten abgesetzt hätten. "Und selbst wenn es uns gelänge, mal wieder zwei, drei herausragende Spieler aufzubauen, mit denen wir sie gefährden würden: Dann würden die Bayern sie mit ihren finanziellen Möglichkeiten wahrscheinlich schnell bei uns herauskaufen."

Mit den Verlusten von Lewandowski, Hummels und Götze nach München sei der BVB in der Vergangenheit jeweils deutlich geschwächt worden. Groll hegt Watzke deswegen nach eigener Aussage nicht: Es sei legitim, dass die Bayern "auch diesen Faktor als Strategie" einsetzen würden.

Quelle: n-tv.de, jgu

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