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Bremer Kunstschütze: Zlatko Junuzovic traf per Zauberfreistoß zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Leverkusen.
Bremer Kunstschütze: Zlatko Junuzovic traf per Zauberfreistoß zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Leverkusen.(Foto: imago/Team 2)
Sonntag, 08. Februar 2015

Kampf und Spielfreude gegen Leverkusen: Werder Bremen bleibt das Team der Stunde

Erst ist es spielerisch starker Fußball, dann kämpferisch überzeugend, was Werder Bremen gegen Champions-League-Achtelfinalist Bayer Leverkusen zeigt. Am Ende steht der nächste Bundesligasieg. Während Bayer kriselt, wächst in Bremen die Euphorie.

Werder Bremen hat seine beeindruckende Siegesserie trotz des Ausfalls von Toptorjäger Franco di Santo fortgesetzt. Mit dem 2:1 (2:1) gegen Bayer 04 Leverkusen gelang den Bremern in der Fußball-Bundesliga zum vierten Mal in Serie ein Dreier. Dank des Erfolges durch die Tore von Davie Selke (17.) und Zlatko Junuzovic (29.) haben sich die Werderaner weiter von den Abstiegsrängen der Fußball-Bundesliga abgesetzt. Vor 39.653 Zuschauern erzielte Hakan Calhanoglu (43.) das Tor für die Leverkusener, die die erste Rückrunden-Niederlage kassierten und ihre Champions-League-Ambitionen nicht untermauern konnten.

Bayer-Coach Roger Schmidt erlebte wegen "unflätigen vor sich hin Schimpfens" das Spielende auf der Tribüne.
Bayer-Coach Roger Schmidt erlebte wegen "unflätigen vor sich hin Schimpfens" das Spielende auf der Tribüne.(Foto: dpa)

Bayer-Trainer Roger Schmidt wurde von Schiedsrichter Peter Sippel in der 65. Minute wegen Meckerns auf die Tribüne geschickt. Mit 32 Punkten hinkt Leverkusen als Tabellensechster seinen Erwartungen weit hinterher. Werder, das mit 26 Zählern auf Rang 8 nur noch sechs Punkte hinter Bayer liegt, zeigte hingegen eindrucksvoll: Es geht auch ohne Torjäger di Santo.

Selke trifft wie di Santo

Wegen einer Oberschenkelblessur musste der Stürmer passen, doch seine Teamkollegen ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach einer guten Viertelstunde bediente Fin Bartels nach einem sehenswerten Konter über Clemens Fritz per Außenrist Selke - und der 20-Jährige schloss direkt ab. Und Werder setzte mit Spielfreude nach.

Bei einem Kopfball von Theodor Gebre Selassie (26.) reagierte Bernd Leno im Bayer-Tor famos. Chancenlos war Leno bei Junuzovics herrlichem Freistoßtor - dem vierten des Österreichers in dieser Saison. Leverkusen wirkte frustriert und fand keine rechte Antwort. Der gebürtige Bremer Julian Brandt (40.) kam mit einem Kopfball einem Torerfolg noch am nächsten.

Wenig später zeigte die Werder-Defensive dann doch einmal ihr fahrlässiges 2014er-Gesicht. Karim Bellarabi narrte gleich zwei Gegner an der Eckfahne. Gonzalo Castro schoss die Hereingabe an den Pfosten - den zweiten Abpraller drückte Calhanoglu per Kopf über die Linie.
"Man sieht, dass wir auf der Welle sind. Ich wäre aber lieber mit einem 2:0 in die Halbzeit gegangen", analysierte Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode die sehenswerte erste Halbzeit bei Sky.

Bayer drückt, Bayer verteidigt

Bayer-Coach Schmidt brachte für die zweite Hälfte erstmals in diesem Jahr den Südkoreaner Heung Min-Son, der bis zur Vorwoche noch beim Asien-Cup in Australien im Einsatz gewesen war. Ein Signal zum Aufbruch. Leverkusen bestimmte auch die Anfangsphase deutlich. Stefan Kießling (52.) kam dem Ausgleich am nächsten, traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten.

Leverkusen wollte sich nun nicht mehr von Werder zeigen lassen, wie schöner Fußball aussieht. Besonders Bellarabi kurbelte das Bayer-Spiel an. Werder fehlte die ordnende Hand. Trainer Viktor Skripnik reagierte offensiv, brachte die Leverkusener Leihgabe Levin Öztunali für Selke (63.). Den Spielfluss änderte dies nicht.

Kurz darauf kritisierte Schmidt an der Seitenlinie offenbar zu intensiv eine Sippel-Entscheidung und musste nach Hinweis des vierten Offiziellen auf die Tribüne. Von dort musste er mitansehen, wie Bellarabi frei stehend über das Tor schoss (72.). In einer zunehmend hektischen Schlussphase verteidigte Bremen seinen Sieg.

Quelle: n-tv.de

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