Fußball

Bei Bayer nur Edelreservist Wolfsburg will Helmes

Für Edin Dzeko kassierte der VfL Wolfsburg gut 34 Millionen Euro. Keine Frage, das Geld für den notwendigen Ersatz ist vorhanden. Und vielleicht klingeln die Kassen deswegen bald bei Ligakonkurrent Bayer Leverkusen. Angeblich ist der VfL an Patrick Helmes dran.

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Vielleicht sind Patrick Helmes und Diego bald Kollegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf der Suche nach Ersatz für den zu Manchester City abgewanderten Stürmerstar Edin Dzeko ist Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg offenbar bei einem Ligakonkurrenten fündig geworden. Laut "Kicker" befindet sich der VfL schon seit längerem in Kontakt mit dem Leverkusener Patrick Helmes. Obwohl Kollege Stefan Kießling fast die gesamte Hinrunde ausfiel, stehen für Helmes bislang nur 702 Bundesligaminuten zu Buche.

Im November machte der 26-Jährige seine Unzufriedenheit öffentlich. So warf er Trainer Jupp Heynckes in der "Bild" vor, mit zweierlei Maß zu messen und nicht mit ihm zu sprechen. Der Fußballlehrer reagierte mit Unverständnis: "Ich habe mit Patrick so viel wie mit keinem anderen Spieler gesprochen. Ich habe viele Male die Dinge angesprochen, die er noch verbessern muss. Wenn ein Spieler zugehört hat, wenn ich etwas gesagt habe, dann ist er meist auch besser geworden."

"Wenn der Preis stimmt ..."

Vor der letzten Saison äußerte bereits der VfB Stuttgart sein Interesse am Nationalspieler. Nachdem Helmes im Urlaub einen Kreuzbandriss erlitten hatte, zerschlugen sich jedoch alle Planspiele. Der ehemalige Kölner besitzt bei den Leverkusenern einen Vertrag bis 2013 und würde den VfL demnach eine satte Ablöse kosten. Die können die Wölfe nach dem 34-Millionen-Transfer von Dzeko allemal stemmen. Dass sich Bayer auf Verhandlungen einlässt, scheint durch Helmes' öffentliches Auftreten nicht ausgeschlossen. Zwar dementierte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser ein offizielles Angebot von Seiten der Wolfsburger, meinte jedoch gleichzeitig vielsagend: "Grundsätzlich kann man jeden Spieler abgeben, wenn der Preis stimmt." VfL-Manager Dieter Hoeneß hüllt sich derzeit in Schweigen: "Es gibt keine Wasserstandsmeldungen."

Ende 2010 sorgte das angebliche Wolfsburger Werben um Ex-Nationalspieler Kevin Kurányi für Aufsehen. Der 28-Jährige war nach der letzten Spielzeit vom FC Schalke 04 zu Dinamo Moskau gewechselt und wurde dort zum Spieler der Saison gewählt. Der russische Erstligist schloss einen Wechsel jedoch kategorisch aus.

Meldungen, wonach Kuranyi bereits am vergangenen Freitag einen Medizincheck in Wolfsburg absolviert habe, dementierte Hoeneß. "Das ist purer Unsinn", so der 58-Jährige. Es bestehe weder Kontakt zu Dinamo noch ein Interesse am Stürmer.

Quelle: n-tv.de, mkr/dpa

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